Reiseführer Deutschland

Fotos Deutschland

  • Das Brandenburger Tor
  • Der Deutsche Bundestag in Berlin
  • Blick auf die Berliner Museumsinsel
  • Blick auf den Kölner Dom
  • Schloss Neuschwanstein - barocke Perle Bayerns
  • Bayrische Brotzeit - Weißwurst und Bier

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein mitteleuropäischer Staat mit insgesamt neun Nachbarländern. Die geografische Prägung reicht von Hochgebirge bis Küstengebiet, wobei die klimatische Prägung durch kontinentalen Einfluss als gemäßigt bezeichnet werden kann.

Das Land gilt in den vergangenen 60 Jahren als aufstrebender Industriestaat, der sich nun als viertgrößte Industrienation der Welt bezeichnen kann. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Deutschland eine Teilung hinnehmen, die erst im Jahr 1989 durch eine friedlich verlaufende Revolution beendet wurde. Das wiedervereinigte Deutschland erlitt durch die allgemeine Finanzkrise einen wirtschaftlichen Rückschlag, der jedoch nicht zur Instabilität führte.


Deutschland ist insbesondere in seinen Ballungsräumen sehr dicht besiedelt. Hauptstadt des Landes ist Berlin. Die Metropole ist gleichzeitig Regierungssitz und stellt als Stadtstaat ein eigenes Bundesland dar. Berlin gilt als meistbesuchtes Zentrum in Bezug auf Städtetourismus, sodass in wirtschaftlichem Hinblick der Tourismus den wichtigsten Faktor darstellt. Im restlichen Land nimmt diese Rolle der Faktor Industrie ein.
Die Staatsform des Landes ist eine parlamentarische Demokratie. Im Jahr 2005 wurde erstmalig eine Frau an der Spitze der Regierung gewählt.

Geographische Lage von Deutschland

Koordinaten 51°N, 10°O Fläche 357112 km²
Landfläche 349021 km² Wasserfläche 7798 km²
Höchster Punkt Zugspitze, 2.962 m Landesgrenze 3621 km
Größte Insel Rügen Küste 2389 km
Größter See Bodensee

Deutschland ist ein Staat in Mitteleuropa mit einer Gesamtfläche von 349.021 km². Die nördliche Grenze verläuft zu Dänemark, die nordöstliche zu Polen, die östliche Grenzlinie grenzt das deutsche Staatsgebiet zu Tschechien an. Im Südosten verläuft die Landesgrenze zu Österreich, die südliche Grenze zur Schweiz, die südwestliche zu Frankreich, die westliche Grenze verläuft zu Luxemburg. Die Grenze zu Belgien findet sich ebenfalls im Westen und im Nordwesten liegt die Grenze zu den Niederlanden. Damit ist Deutschland der europäische Staat mit den meisten Nachbarländern. Die Längenausdehnung von Nord nach Süd beträgt 886 km, in der Breite werden von West nach Ost 636 km gemessen. Der höchste Punkt ist die Zugspitze (2.962 m), die im Süden des Landes an der Grenze zu Österreich liegt. Weitere Berge sind der Feldberg (1.493 m), der Große Arber (1.456 m). Die gesamte südliche Hälfte des Landes ist von Mittelgebirgszügen gekennzeichnet, während das Land nach Norden hin sich zum Flachland entwickelt, bis es an die Nord- bzw. Ostseeküste mündet.

Wichtige Städte in Deutschland

Berlin

Geografische Lage: 52°31’N, 13°24‘O
Fläche: 891,85 km²
Einwohner: 3.459.218 (Stand Nov. 2010)
Bevölkerungsdichte: 3.879 Einwohner pro km²
Sprache: Deutsch


Die Bundeshauptstadt Berlin ist Regierungssitz und stellt gleichzeitig als Stadtstaat das Bundesland Berlin dar. Gemessen an den 3,4 Millionen Bürgern ist Berlin die größte Stadt Deutschlands und die zweitgrößte Europas. Berlin gilt als Zentrum und sogar Weltstadt für Kultur und Wissenschaften. Politisch spielt die Stadt für Deutschland und Europa eine wesentliche Rolle.

Im Jahr 1945 musste die Stadt eine Teilung hinnehmen. Die westlichen Siegermächte des Zweiten Weltkriegs beanspruchten einen Teil des Stadtgebietes, während der andere Teil der Sowjetunion zugeschlagen wurde. Die Trennung wurde durch eine Mauer sichtbar gemacht, die als Berliner Mauer in die Geschichte einging. Im Jahr 1989 wurde die Mauer im Zuge der Wiedervereinigung geöffnet.


Der Tourismus spielt für die Wirtschaft der Stadt Berlin eine wesentliche Rolle, denn die Stadt zählt zu den meistbesuchten Metropolen weltweit. Daneben sind Medienunternehmen stark vertreten, die einen weiteren wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellen. Weiter haben Wirtschafts- und Industrieunternehmen von großer Bedeutung teilweise ihren Hauptsitz in Berlin.

Bevölkerung in Deutschland

Einwohner 81.772.000 Durchschnittsalter 43
Einwohner pro km² 229 Analphabetenrate 1
Bevölkerungswachstum - Religion -
Lebenserwartung Frauen 82 Jahre Lebenserwartung Männer 76 Jahre

Deutschland gehört weltweit zu den dichtest besiedelten Flächengebieten, wobei die Geburtenrate gleichzeitig eine der niedrigsten ist. Rund 91 Prozent der Gesamtbevölkerung haben die deutsche Staatsangehörigkeit, davon sind rund 7 Millionen Einwohner mit Migrationshintergrund. Darunter befinden sich Spätaussiedler aus osteuropäischen Ländern und Russland, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland umsiedelten.

Weitere ca. 7 Millionen Bürger besitzen die Staatsangehörigkeit anderer Länder, überwiegend der Türkei. Weitere Bevölkerungsgruppen haben überwiegend die italienische, polnische und griechische Staatsangehörigkeit. Menschen asiatischer Herkunft stellen zusammen mit denen afrikanischer und amerikanischer Herkunft ebenfalls einen nennenswerten Bevölkerungsanteil dar.


In Deutschland besteht grundgesetzlich manifestierte Religionsfreiheit. Der überwiegende Anteil der Bevölkerung ist christlich geprägt. Islam und Judentum wird hauptsächlich von den zugehörigen Bevölkerungsgruppen ausgeübt. Fast 40 Prozent fühlen sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig.

Wirtschaft in Deutschland

BIP 3.020.477.000.000 USD
BIP pro Kopf 36.646 USD
Anteil Landwirtschaft 1 %
Anteil Industrie 29 %
Anteil Dienstleistungssektor 70 %

Deutschland ist die viertgrößte Industrienation der Welt. Gemessen am Energieverbrauch steht das Land weltweit an fünfter Stelle. Industrie und Dienstleistung prägen die deutsche Wirtschaft. Die Landwirtschaft nimmt einen vergleichsweisen geringen Anteil am Bruttoinlandsprodukt ein. Im Dienstleistungssektor sind vor allem Versicherungsunternehmen vertreten, die einen wesentlichen Anteil der deutschen Wirtschaft insbesondere bei Rückversicherungen einnehmen. An Rohstoffen kommen im Land Kohle und Edelsalze vor, der benötigte Rest muss durch Importe gedeckt werden. Im Export ist Deutschland stark in den Branchen Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie vertreten, ebenso im Maschinenbau und in der Chemieindustrie.

Geschichte von Deutschland

Mit dem Niedergang des weströmischen Reiches und der damit beginnenden Völkerwanderung begann ab 395 n.Chr. die Besiedelung des Gebietes durch germanische Volksstämme. Damit kamen Franken, Alemannen, Sachsen, Bayern und Thüringer in das Gebiet des heutigen Deutschlands und siedelten sich dort an. Im Jahr 800 wurde der damalige Herrscher über die meisten ansässigen Volksstämme, Karl der Große, in Rom zum Kaiser gekrönt. Einer seiner Nachfolger, Otto I., wurde ebenfalls in Rom im Jahr 962 zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt. Rückblickend wird dieses Ereignis als historischer Ursprung der deutschen Tradition betrachtet, ihre Staatsformen als „Deutsches Reich“ zu bezeichnen.

Im 15. Jahrhundert fand eine kirchlich geprägte Reformation statt, aus der die Gründung der evangelischen Kirche in Deutschland hervorging. Der maßgebliche Reformator war Martin Luther. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation erlosch im Jahr 1804, als der damalige Kaiser Franz II. unter dem Druck Napoleons I. abdankte.

Nach dem Deutsch-Französischem Krieg 1870/71 wurde wieder ein Kaiser eingesetzt (Kaiser Wilhelm I.) und das Deutsche Reich ausgerufen. Als dessen Nachfolger, Kaiser Wilhelm II. den Reichskanzler Bismarck absetzte, war der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) bereits vorprogrammiert, mit dessen Ende auch das Kaiserreich erlosch.

Die anschließende Weimarer Republik ging in die Nationalsozialistische Diktatur über, die in den Jahren 1933 bis 1945 auch den Zweiten Weltkrieg brachte und für Deutschland prägend war. Das Land wurde unter der Führung Adolf Hitlers zum totalitären Einparteienstaat. Nach dem verlorenen Krieg wurde Deutschland zunächst von den alliierten Siegermächten besetzt, die das am Boden liegende Land gleichzeitig stabilisierten, aber auch in West und Ost teilten.

Im Jahr 1949 entstand die Bundesrepublik Deutschland im Westteil und die Deutsche Demokratische Republik in der sowjetischen Besatzungszone. Die Wiedervereinigung erfolgte durch eine friedliche Revolution der Bevölkerung im Jahr 1989.
Heute ist Deutschland eine parlamentarische Demokratie.