Reiseführer Dubai

Fotos Dubai

  • Das Burj al Arab bei Nacht
  • Das Hotel Atlantis in Dubai
  • Traditioneller Wüstenbewohner - Das Kamel
  • Die große Moschee in Abu Dhabi
  • Scheichtum - uralte Tradition in Dubai
  • Blick auf die Skyline von Dubai

Dubai ist eines der Scheichtümer, die zusammen mit sechs weiteren die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bilden. Es ist in Südwestasien an der östlichen Küste der Arabischen Halbinsel zu finden. Der Persische Golf begrenzt das Emirat nordwestlich, während sich das größte Emirat, Abu Dhabi, nördlich befindet. Sharja und Ajman sind nordöstlich zu finden, wobei es innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate keine Landesgrenzen gibt.

Die Hauptstadt des Emirats trägt ebenfalls den Namen Dubai. Ca. 85 % aller Einwohner im Emirat leben in Dubai City. Das liegt auch daran, dass der Rest des Emirats aus Wüste besteht und deshalb nicht bewohnbar ist. Dubai City liegt an der Küste, genauer am Dubai Creek, der als Bucht im Persischen Golf die Stadt teilt.
Seit dem ersten Fund von Erdölvorkommen boomt Dubai in wirtschaftlicher Hinsicht. Im 19. Jahrhundert war das Emirat noch ein einfacher Beduinenstaat. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung handelt es sich nun um einen reichen Staat, in dem Luxus zum Alltagsbild gehört. Damit der Wohlstand auch mit einem erwarteten, eventuellen Versiegen der Erdölquellen erhalten bleibt, hat sich das Land auch auf andere Wirtschaftsfaktoren konzentriert. Für seine vorausschauende Haltung und Umsetzung von mittelfristigen Plänen wurde Scheich Mohammed im Jahr 2006 von der New York Times sogar zum Unternehmer des Jahres gewählt.


Ausländer sind in Dubai entweder investierende Unternehmer, Gastarbeiter oder Touristen. Nur ca. 30 % aller Einwohner sind tatsächlich Emiratis. Die Zahl der Gastarbeiter kann nicht exakt benannt werden. Sie kommen überwiegend aus dem asiatischen Raum und bleiben oft nur für einen vorübergehenden Zeitraum.
Trotz seiner vergleichsweisen großen Weltoffenheit und Öffnung zum Westen ist Dubai ein streng moslemischer Staat geblieben. Das äußert sich sowohl an den Sitten und Gebräuchen, als auch an der Mentalität der Menschen.

Geographische Lage von Dubai

Koordinaten 25°N, 55°O Fläche 3885 km²
Landfläche 3885 km² Wasserfläche -
Höchster Punkt - Landesgrenze -
Größte Insel - Küste 170 km
Größter See -

Dubai ist als eines von sieben Emiraten Teil der Vereinigten Arabischen Emirate. Die anderen Emirate sind Abu Dhabi, Sharjah, Ras Al-Khaimah, Ajman, Umm Al-Quaiwain und Fujairah.Es liegt an der östlichen Küste der arabischen Halbinsel und besteht zu 90 % aus Wüste, die zu den heißesten Regionen weltweit zählen. Die Landschaft ist flach, mit Ausnahme einiger Sanddünen, die nach Süden wandern und dabei auch ihre Höhe immer wieder verändern und dem Hajar Gebirge, das sich durch die gesamten Emirate zeiht. Natürliche Vegetation ist nahezu nicht vorzufinden. Es gibt im Emirat Dubai weder Flüsse noch Seen.

Den gesamten östlichen Teil der Vereinigten Arabischen Emirate kennzeichnet das Hajar Gebirge, das ca. 100 km von Dubai-Stadt entfernt vorbei zieht. Zu Dubai gehören einige künstlich geschaffene Inseln, die hauptsächlich Luxusbebauung vorweisen. Die Inseln sind im Bereich Tourismus unter der Bezeichnung „Palm Jebel Ali“, „Palm Deira“ und „Palm Jumeirah“ bekannt. Neben zahlreichen Luxushotels und –villen befinden sich auf den Inseln auch edle Shoppingcenter und elegante Jachthäfen. Auf den Inseln gibt es einige 100 km Sandstrände, die den Wünschen der anspruchsvollen Gäste gerecht werden können.

Wichtige Städte in Dubai

Dubai City


Geografische Lage: 25°N, 55°O
Einwohner: 1.816.000 (Stand 2010)
Sprache: Arabisch


Die Hauptstadt des Emirats wird häufig mit dem gesamten Emirat identifiziert. Da das gesamte restliche Land von Wüste dominiert ist, leben fast alle Einwohner des Emirats in Dubai City. Das hohe Aufkommen von Migranten, deren Anzahl nicht genau definiert werden kann, lässt eine genaue Nennung der Einwohnerzahl von Dubai City nicht zu. Die Stadt erfährt eine natürliche Teilung durch den Dubai Creek. Dabei handelt es sich um eine Bucht im Persischen Golf, der oft mit einem Fluss verwechselt wird. Über den Creek gibt es kaum Brücken, als Fußgänger wird man mit kleinen Personenfähren transportiert. Das Stadtbild Dubais ist von Wolkenkratzern und hoher Betriebsamkeit gekennzeichnet. Hier findet alles statt, was für das Emirat wichtig ist. Dubai City ist der wirtschaftliche und kulturelle Knotenpunkt des Emirats.
Dubai City zeigt sich seinen Besuchern westlich orientiert. Sie gilt als modernste und westlichste Metropole der Vereinigten Emirate.

Bevölkerung in Dubai

Einwohner 1.816.504 Durchschnittsalter 27
Einwohner pro km² 459 Analphabetenrate -
Bevölkerungswachstum 2 % Religion Islam
Lebenserwartung Frauen 77 Jahre Lebenserwartung Männer 74 Jahre

Nur 15 % der Gesamtbevölkerung können sich auf die Arabische Staatsangehörigkeit berufen. Alle anderen Bewohner haben eine andere Nationalität. Es handelt sich überwiegend um Gastarbeiter aus dem asiatischen Raum, die in den Emiraten, auch in Dubai Geldverdienen wollen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in Dubai auch Menschen mit anderer Nationalität, aber mit arabischer Abstammung leben, kann bei der ethnische Zusammensetzung ein Anteil von 30 % genannt werden, die sich als Emiratis bezeichnen können. Die Demografie des Emirats ist auch der Grund dafür, dass neben der Amtssprache Arabisch auch Englisch weitverbreitet ist. Einige asiatische Gastarbeiter verständigen sich untereinander in ihren jeweiligen Sprachen und Dialekten. Hier besteht wenig Zugang zur sprachlichen Verständigung mit anderen Bevölkerungsteilen, worunter auch die Bildung in jenen Kreisen leidet. Darin ist auch der Grund für die hohe Analphabetenrate zu finden.
Die religiöse Zugehörigkeit der überwiegenden Zahl der Bevölkerung orientiert sich am Islam. Es gibt aber auch einige Hindus und Sikhs, was mit dem hohen asiatischen Anteil der Bewohner zu erklären ist. Der einzige Hindu Tempel der gesamten VAE steht in Dubai. In Dubai City, genauer im Stadtteil Jebel Ali dient eine katholische Kirche ihren 70.000 Mitgliedern als religiöse Stätte.

Wirtschaft in Dubai

BIP 28.000.000.000 USD
BIP pro Kopf 15.414 USD
Anteil Landwirtschaft 4 %
Anteil Industrie 51 %
Anteil Dienstleistungssektor 45 %

Den Reichtum und den wirtschaftlichen Wohlstand verdankt Dubai dem Erdöl und einer liberalen Wirtschaftspolitik des Landes. Umweltbezogene Einschränkungen gibt es kaum und dazu werden ansässige Unternehmen nicht mit Steuerpflichten belastet. Der Staat hält sich weitgehend von einer Kontrolle des Finanzverkehrs zurück.
Vor dem Hintergrund des Wissens um die Begrenztheit der Ölressourcen konzentriert sich das Land darauf, andere Einnahmequellen auf- und auszubauen. Die Bereiche Finanzen und Tourismus erfahren hierbei besondere Förderung, ebenso Handel und Logistik.

Die Einnahmen aus dem Erdölhandel nehmen nur mehr 10 % der Gesamteinnahmen Dubais ein. Das Bruttoinlandsprodukt stieg durch die vorausschauende Haltung des führenden Scheichs um 400 % innerhalb der vergangenen 10 Jahre. Dazu haben auch diverse europäische Investoren beigetragen, die von den steuerlichen Annehmlichkeiten des Emirats angezogen werden.
Der Tourismus ist eine wesentlich tragende Säule der Wirtschaft. Es wird nicht auf billigen Massentourismus gesetzt, sondern auf die Gewinnung zahlungskräftiger Besucher, die in der Stadt der Superlative ihre Ansprüche erfüllt sehen können.

Geschichte von Dubai

Bereits 1000 v.Chr. fand auf dem Gebiet des heutigen Emirats Dubai nachweisbare Besiedelung statt. Die Arabische Halbinsel –und damit auch Dubai – wurde bereits Anfang des 7. Jahrhunderts islamisiert, wobei die Osmanen erst um das Jahr 1550 die Golfküste und die dahinter liegenden Gebiete eroberten. Holländer begannen im 18. Jahrhundert damit, sich auf der Arabischen Halbinsel niederzulassen. Ihre erarbeitete wirtschaftliche Vormachtstellung wurde 1765 an die Engländer übergeben.

1833 übernahm der Beduinenstamm Al Blofas unter der Führung von Scheich Maktoum Bin Buti Al Blofas die Region. Der Scheich gilt als Gründer des heutigen Dubai. Im Jahr 1843 verpflichteten sich die maßgeblichen Scheichs mit dem Vertrag „Maritime Truce“ fortan keine Kriege mehr gegeneinander zu führen und 1882 sicherten sie den Engländern zu, keine weiteren Staaten an der Golfküste zuzulassen.


Sunnitische Händler aus dem Irak ließen sich 1902 in Dubai nieder und beeinflussten das wirtschaftliche Leben. Scheich Saeed Bin Maktoum übernahm im Jahr 1912 die politische Macht im Emirat und gilt seither als politischer Gründer des Landes. Großbritannien sicherte sich 1922 das Mitspracherecht, wenn es um die Vergabe von Bohrrechten nach Erdöl gehen sollte. Bis in die Fünfzigerjahre des 20. Jahrhunderts siedelten sehr viele Inder mit ihren Familien nach Dubai, um am Wirtschaftsaufschwung durch die Vermarktung von Erdöl beteiligt zu sein. Es kam aber auch zu Konflikten mit dem benachbarten Emirat Abu Dhabi, in deren Rahmen Dubai Gebiete abgeben musste. Großbritannien verließ Dubai im Jahr 1968 und 1971 kam es zum Zusammenschluss mit den benachbarten Emiraten zum Verbund der Vereinigten Arabischen Emirate.