Reiseführer England

Fotos England

  • Der Royal Victoria Park in Bath
  • Die Pulteney-Bridge in Bath
  • Die Landschaft in Christchurch
  • Blick auf die Bath Abbey
  • Die Pulteney Bridge in Bath
  • Die römischen Bäder von Bath

England wird Mitteleuropa zugerechnet und ist ein Teil des Königreichs Großbritanniens. Es ist nicht nur das größte Land der Inselgruppe, sondern weist auch die höchste Bevölkerungsdichte auf. Im Norden grenzt es an Schottland, im Südosten an Wales. Die Landschaft ist von Tiefebenen und mittelgebirgsartigen Hügel- und Gebirgsketten gekennzeichnet. Dementsprechend gibt es keine höheren Berge, dafür eine hügelige Landschaft, die teilweise felsig ist, besonders an den Küsten. England grenzt im Osten an die Nordsee, im Süden an den Ärmelkanal, im Nordwesten an die Keltische See, im Südwesten an den Atlantik.


Die Bevölkerungsdichte ist eine der höchsten weltweit. In der Hauptstadt London mit mehr als 7,5 Millionen Einwohnern zeigt sich die hohe Bevölkerungsdichte mit 4.768 Einwohnern/km² besonders deutlich. Die ethnische Herkunft erklärt sich durch die Geschichte des Landes, denn Römer, Kelten, Iberer, Normannen, Dänen und nicht zuletzt Angeln und Sachsen kamen im Lauf der Jahrtausende auf die Insel und ließen sich dort nieder. Die beiden Letzteren gaben dem Land England sogar seinen Namen. Heute kommen Einwanderer aus der Karibik und Südasien in das Land, wo sie hauptsächlich in den Großstädten vorzufinden sind und dort auch ihre Religionen ausüben.
Die Wirtschaft gilt als stabil.

England ist kein Euroland, sondern hat sich seine Währung, das Pfund Sterling, erhalten. Bei der Analyse der englischen Wirtschaft fällt der hohe Anteil auf, den der Dienstleistungssektor einnimmt. Industrie und die Verwertung von Bodenschätzen nehmen einen weiteren deutlichen Anteil ein, wobei dabei Erdölförderung und Autoindustrie hervorstechen.


Die Hauptstadt London ist ebenso die Hauptstadt für ganz Großbritannien. Sie ist Regierungssitz und Wohnsitz der Königin. Gleichwohl gilt London weltweit als eine der wichtigsten Städte für Handel, Finanzen und Kultur. Besucher der Stadt sind von der Architektur genauso beeindruckt wie vom lebhaften Treiben der Stadt, das gleichzeitig von der englischen Lebensart deutlich beeinflusst ist.


Das Klima entspricht der geografischen Lage im nördlichen Europa. Es herrscht ein überwiegend gemäßigtes Klima, das jedoch von schnellen Wetterwechseln gekennzeichnet ist. Mit Niederschlägen ist häufig zu rechnen, im Winter ab und zu auch mit Schneefall. Meistens sind die Winter jedoch mild, wobei es im Sommer selten zu hohen Temperaturen kommt. Der Golfstrom ist für eine Beruhigung des sonst eher rauen Klimas zuständig.


Die Geschichte Englands ist eng mit der von ganz Großbritannien verbunden. Im Mittelalter war England eine starke Seemacht, die sich in Kriegen mit Frankreich und vor allem Spanien immer mehr an Macht erkämpfte. Die Kolonialisierung brachte weitere Hoheitsgebiete, in denen di

e englische Königin noch heute Staatsoberhaupt ist. Die englische Sprache ist nicht zuletzt auch deshalb zu einer der drei Weltsprachen geworden, neben Spanisch und Chinesisch.
Die touristischen Sehenswürdigkeiten sind zu einem großen Teil auf die Hauptstadt London konzentriert. Im Land verteilt finden sich noch weitere Touristenattraktionen, wie der Hadrianswall in Nordengland oder Stonehenge in Südengland.

Geographische Lage von England

Koordinaten 53°50’N, 2°25‘W Fläche 130395 km²
Landfläche 241 km² Wasserfläche 3230 km²
Höchster Punkt Scafell Pike, 978 m Landesgrenze 360 km
Größte Insel - Küste 12 km
Größter See längster Fluss: Themse, 346km

Geografisch ist England ein Teil der Insel Großbritannien, dessen Fläche es zu zwei Dritteln einnimmt, während sich die restliche Fläche auf Schottland und Wales verteilt. Die Landschaft ist zum größten Teil von Tiefebenen und Hügelketten charakterisiert, wobei sich der Norden durch Mittelgebirge und der Süden durch flachere Hügel aus Sedimentgesteinen voneinander unterscheiden.

Die Hochlandregion im Norden des Landes, Pennies genannt, beginnt im Peak District und reicht bis nach Südengland zu den Cheviot Hills. Exmoor und Dartmoor sind Mittelgebirgszüge im Südwesten. Im Süden herrschen Tiefebenen vor, welche unter den Bezeichnungen Yorkshire Wolds, Cots- und Lincolnshirewolds bekannt sind. Salisbury Plain, North- und South Downs und Chiltern Hills sind die Namen flacher Hügelgebilde im Süden Englands.

Der höchste Berg ist 978 Meter hoch und befindet sich in den Cumbrian Mountains im Nordwesten des Landes.
Heideflächen und Moorgebiete sind charakteristisch für den Südwesten und Cornwall. Auf der Halbinsel Cornwall ist eine üppige Vegetation vorzufinden, was nicht zuletzt dem Golfstrom zu verdanken ist.


Die Themse ist nicht nur der bekannteste, sondern auch der längste Fluss. Weitere wichtige Flüsse sind Severn, Humbern und Trent.

Wichtige Städte in England

London


Geografische Lage:  51°31’N, 0°7‘W
Fläche: 1.572 km²
Einwohner: 7.556.900
Bevölkerungsdichte:  4.758 Einwohner pro km²
Sprache: Englisch


Die Hauptstadt London ist gleichzeitig auch die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches. Sie liegt in Südengland am Fluss Themse. In der Stadt selbst leben ca. 7,5 Millionen Menschen, während sich in der Region London fast doppelt so viele Menschen angesiedelt haben. Damit ist London die bevölkerungsreichste Stadt in Europa. Es ist nicht nur für England ein Zentrum in allen Bereichen, sondern gilt weltweit als Mittelpunkt und Zentrum für Handel, Bildung und Kultur.

Es liegt in einer gemäßigten Klimazone, die das Leben in London auch in Hochsommermonaten erträglich macht. Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist mit 9,7°Celsius vergleichsweise niedrig. Aufgrund der Bevölkerungsstruktur ist die Verteilung der Religionen anders, als im restlichen Land. Ca. 58 % zählen sich als Christen Anglikanischen Kirche oder der römisch-katholischen Kirche zugehörig.

Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche ist die Königin. 8,5 % Muslime machen London zum Zentrum des Islam in England. Weiter gibt es 4,1 % Hindus, 2,1 % Juden und 1,5 % Sikhs. Sie stehen 15,8% aller Londoner gegenüber, die sich zu keiner Religion bekannten. Die Daten stammen aus einer im Jahre 2001 durchgeführten Volkszählung.
Bei Touristen ist London auch wegen seiner kulturellen Landschaft beliebt.

Am Londoner Westend spielen mehrere Theater meistens sehr beachtete Stücke. Die Musicalszene hat sich in London ebenfalls einen festen Platz erobert, hochrangige Stücke, wie Cats oder Phantom der Oper wurden hier uraufgeführt. Die Museen der Stadt sind ebenfalls sehr sehenswert. Das British Museum mit seinen über sechs Millionen Exponaten zählt weltweit zu den wichtigsten Museen.

Die Gemäldesammlung in der National Gallery am Trafalgar Square ist ebenfalls hoch geachtet. Das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud darf bei keiner Stadtbesichtigung ausgelassen werden. An sehenswerten Plätzen und Bauwerken ist der schon erwähnte Trafalgar Square zu nennen, der lebhafte Piccadilly Circus und Downing Street mit dem Amtssitz der jeweiligen Premierministers.


An wichtigen Kirchen wäre die Westminster Abbey zu nennen, nicht zu verwechseln mit Westminster Cathedral.

Bevölkerung in England

Einwohner 50.431.700 Durchschnittsalter 39
Einwohner pro km² 377 Analphabetenrate 1
Bevölkerungswachstum - Religion Anglikanische Kirche
Lebenserwartung Frauen 81 Jahre Lebenserwartung Männer 76 Jahre

Die englische Bevölkerung stellt 83 Prozent der Gesamtbevölkerung Großbritanniens und erreicht eine der höchsten Bevölkerungsdichten weltweit. Die ethnischen Ursprünge liegen bei den Normannen und Dänen, den Angeln und Sachsen, den Keltern, Iberern und Römern. Während der vergangenen ein bis zwei Jahrhunderten kamen Einwanderer aus der Karibik und aus Südasien dazu, die überwiegend in den größeren Städten eine Heimat fanden.


Die Mehrzahl der Bevölkerung, nämlich 74 Prozent, sind Christen. Sie gehören zum größten Teil der Anglikanischen Kirche oder anderen protestantisch oder römisch-katholisch ausgerichteten Glaubensrichtungen an. Muslime, Hindus, Sikhs, Juden und Buddhisten sind zu jeweiligen Minderheiten ebenfalls vorhanden. Sie konzentrieren sich überwiegend auf die größeren Städte, wobei hauptsächlich London zu nennen ist.


Die europäische Wirtschaftskrise hat England wenig geschadet, da seine Wirtschaft als stabil gilt. Dennoch wurden im Jahr 2010 mit 8 Prozent die höchste Arbeitslosenquote der vergangenen 16 Jahre gemeldet.

Wirtschaft in England

BIP 2.187 USD
BIP pro Kopf 36.240 USD
Anteil Landwirtschaft 1 %
Anteil Industrie 24 %
Anteil Dienstleistungssektor 75 %

Der Dienstleistungssektor nimmt in der englischen Wirtschaft den größten Anteil mit 75 Prozent ein. Daneben spielt produzierende Industrie eine tragende Rolle. An Bodenschätzen kommen Erdöl und Erdgas vor, was sich auf die Wirtschaft ebenfalls positiv auswirkt.

Durch die Insellage und gemäß der Tradition des Landes gibt es etliche Werften entlang der Küsten. Die Automobilindustrie und Maschinenbau sind wichtige Pfeiler der englischen Industrie.

Die landwirtschaftliche Produktion nimmt eine nebensächliche Rolle ein, was auch an den geografischen Gegebenheiten liegt. Da die Hälfte der zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Flächen als Weidefläche für Schafe und Rinder Verwendung finden muss, verkleinert sich die in Frage kommende Fläche für die Produktion von Nahrungsmitteln umso mehr. Das führt dazu, dass England diese Produkte einführen muss. In den Export kommen Wolle und Rindfleisch, sowie industrielle Produkte wie Maschinen, Kraftfahrzeuge und textile Produkte.

Geschichte von England

Die Geschichte Englands ist eng mit einer erfolgreich betriebenen Außenpolitik (Commonwealth) verbunden und gleichzeitig einer innerpolitischen Stärkung durch die Vereinigung der einzelnen Länder auf der Insel zum United Kingdom oder zu Großbritannien. Ursprünglich hatten die Römer mit der Insel Großes vor, als sie ihr Römisches Reich bis dorthin ausdehnten.

Als im 5. Jahrhundert Angeln, Sachsen und Friesen auf der Insel als Einwanderer niederließen, prägten sie die ethnische Herkunft der Bevölkerung bis zum heutigen Tag. Im Mittelalter führten die englischen Könige und Königinnen Kriege gegen Frankreich und Spanien, aus denen siegreich hervorgingen. Im 17. Jahrhundert begannen die Britten, sich auf die Kolonialisierung Amerikas und Indien zu konzentrieren.

Es entstand eine einflussreiche Weltmacht, die ihre Stärke immer wieder in diversen Kriegen und Krisen beweisen musste. Eine innenpolitische Einigung mit dem rivalisierenden Schottland erfolgte 1707, mit Irland wurde man sich 1801 vorerst einig.

Das heutige Königshaus gehört dem Hause Windsor an. Königin Elisabeth II. ist seit 1952 das gekrönte Oberhaupt, gleichzeitig ist sie das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche und das Staatsoberhaupt von Ländern, die noch heute dem Commonwealth angehören. Dazu zählen u.a. Australien, Jamaika, Kanada und Neuseeland.