Reiseführer Irland

Fotos Irland

  • Cliffs of Moher
  • Dublin Castle
  • Dubliner Altstadt vom Wasser aus
  • Dunguaire Castle bei der Kinvara Bay
  • Wilde Küstenlandschaft Irlands
  • The Four Courts in Dublin

Irland ist als Staat auf der gleichnamigen Insel beheimatet. Es handelt sich dabei um eine Insel im Atlantischen Ozean. Sie liegt im Nordwesten Europas. Die Republik Irland nimmt die Insel nur zum Teil ein, der andere Part ist als Provinz Nordirland ein Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien. Nordirland grenzt im Norden an die Republik Irland, während die östliche Begrenzung durch die Irische See und die westliche durch den Atlantik gebildet wird. Seit 1973 ist die Republik Irland Mitglied der EU.

Aufgrund der überwiegend grünen Vegetation wird Irland auch die Grüne Insel genannt. Mehr als 50 % der Oberfläche ist von grünen Wiesen und Weiden bedeckt. Große Gebiete mit Hochlandmooren geben dem Land ebenfalls seinen typischen Charakter, wobei die Moore mittlerweile als gefährdet gelten. Der gewonnene Torf wird auch zur Erzeugung von Elektrizität verwendet und kann sich nicht so schnell nachbilden, wie er abgebaut wird.


Das Land ist katholisch geprägt. Der Nationalheilige St. Patrick gelangte zu seiner Bedeutung als derjenige, der dem Land im 5. Jahrhundert die Christianisierung brachte. Die St. Patrick´s Cathedral ist allerdings eine evangelische Kirche. Weitere Sehenswürdigkeiten sind nicht nur Baudenkmäler, sondern finden sich vor allem in der beeindruckenden Natur. Als Beispiel dafür seien die Cliffs of Moher angeführt, die mit ihrer Schönheit fast zum Wahrzeichen Irlands geworden sind.


Die Bevölkerung Irlands hat keltische Wurzeln. Rund um die Hauptstadt Dublin ist die Bevölkerungsdichte deutlich höher, als im restlichen Irland. Nach einem dramatischen Rückgang der Bevölkerungszahl, hat sich das Land nunmehr erholt und verzeichnet ein Wachstum der Bevölkerung von 1,15 %. Nicht zuletzt liegt das auch an den ausländischen Investoren, die sich im Land betätigen und auch Fachkräfte und andere Erwerbstätige auf die Insel bringen. Dennoch war die wirtschaftliche Entwicklung, wie schon in der Vergangenheit immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet. Die aktuelle Lage ist von einer starken Exportwirtschaft und einer hohen Auslandsverschuldung gekennzeichnet.
Die politische Lage ist immer wieder Anlass für Konflikte. Mit der Unabhängigkeit im Jahr 1949 kamen nicht alle Provinzen zur Republik Irland. Sechs Grafschaften blieben unter der Bezeichnung Nordirland unter der Herrschaft der Briten.

Geographische Lage von Irland

Koordinaten 53°N, 8°W Fläche 70280 km²
Landfläche 68890 km² Wasserfläche 1390 km²
Höchster Punkt Carrauntohill, 1.041 m Landesgrenze 360 km
Größte Insel - Küste 1448 km
Größter See Längster Fluss: Shannon, 386 km

Irland ist eine Insel im Atlantischen Ozean, die gleichzeitig zum nordwestlichen Europa gehört. Auf ihr befindet sich die Republik Irland, die als eigenständiges Land gilt. Zum Teil gehört die Insel Irland aber auch mit der Provinz Nordirland zu Großbritannien.


Die Insel ist vom Atlantik und der Irischen See umgeben. Von oben betrachtet fallen die charakteristischen irischen Ebenen auf, die von Gebirgen umschlossen sind. Im Südwesten der Insel beginnend, reihen sich die Comeragh Mountains, Blackstair Mountains, die Wicklow Mountains, die Mournes, Glens of Antrim, Sperrin Mountains, die Bluestack Mountains, die Derryveagh Monutains, die Ox Mountains, die Nephinbeg Mountains sowie die Twelve Bens aneinander und bilden eine fast einheitliche Gebirgskette. Im südlichen Landesinneren gibt es nicht so viele Berge, dort befinden sich lediglich die Galtee Mountains, die Silvermines und sie Slieve Bloom Moutains. Trotz der vielen Gebirge erhebt sich die höchste Erhebung nicht über 1.041 m. Nur drei der Berge sind höher als 1.000 m, 455 Berge sind höher als 500 m und der Rest ähnelt eher einer Hügellandschaft.


Wiesen und Weideflächen machen ca. 50 % der gesamten Landfläche aus, weshalb der Insel auch den Beinamen „Grüne Insel“ erhalten hat. Im Gegensatz zu früheren Zeiten sind die Waldbestände rapide zurückgegangen, so dass heute nur noch 5 % der Vegetation aus Wäldern besteht. Die Niedermoore sind ein Paradies für eine reiche Blumenpracht.
Zu Irland gehören einige Inseln, von denen Achill Island die größte ist. Ihre Bewohner erreichen die Insel über eine Brücke von der Hauptinsel aus. Daneben gibt es auch einige Halbinseln, die zum Staatsgebiet von Irland gehören. Die bekanntesten davon sind die Dingle Halbinsel, Iveragh und Beara. Der nördlichste Punkt Irlands ist im County Donegal in Inishowen zu finden.
Der längste Fluss ist der Shannon. Mit seinen 386 km ist er gleichzeitig der längste Fluss der Britischen Inseln. In seinem Lauf bildet er drei Seen, die auf der Landkarte unter der Bezeichnung Lough Allen, Lough Ree und Lough Derg zu finden sind. Der Fluss entspringt im County Cavan, fließt anschließend 260 km in Richtung Süden und nimmt eine natürliche Teilung zwischen dem morastigen Binnenland und dem westlichen Irland vor. Bei Limerick mündet der Shannon in sein 113 km langes Mündungsdelta zum Atlantik.
Die Küste der Insel ist schroff, rau und vorwiegend an der Westseite von Meeresarmen gekennzeichnet. Einer der größten davon ist Lough Foyle. Die Ostseite ist eher gleichförmig und weniger zerklüftet.

Wichtige Städte in Irland

Dublin


Geografische Lage: 53°21’N, 6°16‘W
Fläche: 117,8 km²
Einwohner: 506.211
Bevölkerungsdichte:4.293 Einwohner pro km²
Sprache: Englisch, Gaelic


Dublin ist die größte Stadt der Republik und gleichzeitig auch die Hauptstadt. Sie ist an der Ostküste zu finden, genauer an der Mündung des Flusses Liffey, dessen Mündungsgebiet nach der Hauptstadt Dublin Bay benannt ist. Das vorwiegend maritime Klima sorgt für milde Wintermonate und kühle Sommer, wobei es weder nach oben noch nach unten extreme Temperaturschwankungen zu verzeichnen gibt. Dennoch ist das Dubliner Mikroklima dafür verantwortlich, dass es rund um die Hauptstadt meistens etwas wärmer ist, als in der Umgebung. Die Stadt wurde bereits im Jahr 140 n.Chr. schriftlich erwähnt. Damals hieß die Ansiedlung Eblana. Es handelte sich um eine keltische Siedlung, die 842 von den Wikingern als Nachbarort gewählt wurde. Sie bauten neben Eblana Dubh Linn, was zum heutigen Namen führte. 1204 wurde Dublin zur Festung des englischen Königreichs, die sich im Lauf der folgenden Jahrhunderte zum britischen Verwaltungszentrum auf irischem Boden entwickelte. Diese Funktion hatte Dublin bi 1782, obwohl zwischenzeitlich das Königreich Irland bestand.
Die Stadt erfuhr mit dem Beitritt des Landes zur EU im Jahr 1973 den Anstoß zur Entwicklung einer europäischen Metropole. Das Wahrzeichen dieser neuen Zeit ist der Spire. Dabei handelt es sich um eine 120 m hohe Säule mit einem Durchmesser von 3 m.

Bevölkerung in Irland

Einwohner 4.062.300 Durchschnittsalter 34
Einwohner pro km² 57 Analphabetenrate -
Bevölkerungswachstum 1 % Religion Römisch-katholisch: 85% Anglikanische Church of Ireland: 3%
Lebenserwartung Frauen 81 Jahre Lebenserwartung Männer 75 Jahre

Ein Viertel der irischen Bevölkerung lebt im Großraum der Hauptstadt Dublin. Ansonsten gehört Irland zu den europäischen Staaten mit der dünnsten Besiedelung. Heute sind ca. 95 % der Bevölkerung Iren. Engländer, Waliser und Nordiren machen die restlichen 5 % aus. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Bevölkerungszahlen aufgrund schlechter Lebensumstände rückläufig. In den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts lebten noch 2,82 Millionen Menschen in Irland. Aktuell sind mehr als 4 Millionen Iren ansässig, mit leicht steigender Tendenz. Der römisch-katholische Glaube ist bei mehr als 85 % der Bevölkerung verbreitet. Ca. 3 % der Iren gehört zur anglikanischen Church of Ireland, weniger als 1 % sind Moslems. Nur 4.4 % gehören keiner Religion an. Daneben gibt es einige Minderheitenreligionen, wie beispielsweise die der presbyterianischen Kirche, der methodistischen oder der evangelisch-lutherischen Kirche. Ca. 1.500 Quäker stellen in Irland ebenfalls eine Minderheit dar, sind aber gleichzeitig die zweitgrößte Quäkergemeinde in Europa.
Als Amtssprache gilt Englisch. Gälisch ist als keltische Sprache als zweite Amtssprache zugelassen und durchaus üblich.

Wirtschaft in Irland

BIP 248.797.000.000 USD
BIP pro Kopf 61.245 USD
Anteil Landwirtschaft 7 %
Anteil Industrie 39 %
Anteil Dienstleistungssektor 54 %

Irland ist Europas größter Zink Produzent. Daneben gibt es Bodenschätze, wie Gold, Silber, Gips, Calcit, Dolomit und Talk sowie Schiefer, Kalkstein, Sand und Kies. Das Gewinn bringendste Projekt ist die Weiterverfolgung der Entdeckung von Erdgas und Erdölvorkommen.


Der Export spielt mit einem Anteil von ca. 50 % am gesamtwirtschaftlichen Aufkommen eine wesentliche Rolle. Hauptgüter für die Ausfuhr sind Nahrungsmittel, Mastvieh, Fleisch und Molkereiprodukte sowie Textilien und Maschinen. Eine steigende Bedeutung ist beim Export von pharmazeutischen Gütern und von elektronischen Erzeugnissen festzustellen.
Irland ist Mitglied der EU. Als relativ wenig entwickeltes Wirtschaftsland zu Beginn seiner Mitgliedschaft bei der EU wurde Inland Ziel ausländischer Investoren. Aktuell hat das Land mit einer hohen Auslandsverschuldung zu kämpfen.

Geschichte von Irland

Bereits 7.000 v.Chr. fanden die ersten nachweisbaren Besiedelungen durch Kelten statt, deren Einfluss bis heute spürbar ist. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte, berechnet ab ca. 300 v.Chr. wurde Irland von mehreren Fürstentümern und Königreichen regiert. Nach der Christianisierung im 5. Jahrhundert, an der Patrick von Irland maßgeblich beteiligt war, folgte eine Blütezeit, die ihr Ende durch die Eroberung durch Wikinger fand. Die Normannen folgten im Jahr 1169 und brachten gleichzeitig die Herrschaft Englands ins Land, die mehrere Jahrhunderte lang andauern sollte.
Der Dominion Status vom 06.12.1921 läutete die Unabhängigkeit ein. Es mussten aber erst noch mehrere Aufstände blutig geschlagen werden, bis Irland am 18. April 1949 endgültig unabhängig werden konnte und in diesem Zusammenhang auch aus dem Commonwealth austrat. Sechs nordirische Grafschaften verblieben allerdings im Hoheitsbereich Großbritanniens, was immer wieder zu Konflikten führt.