Reiseführer Italien

Fotos Italien

  • Authentisches venezianisches Flair am Canale Grande
  • Der Peterdsom in Rom - ein Jahrhundertdenkmal
  • Tradition trifft Gegenwart - der Carneval in Venedig
  • Das schönste aller Nationalgerichte - Pizza
  • Der Petersdom in Rom (Vatikanstadt)
  • Italienische Adriaküste

Italien liegt zum größten Teil auf einer Halbinsel, deren Form an einen Stiefel erinnert. Die Hauptstadt ist Rom, Sitz des Vatikans. Staaten, die an Italien angrenzen, sind Frankreich, die Schweiz, Österreich, Slowenien sowie San Marino. Auch die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien gehören zu Italien, ebenfalls die Inselgruppen der Ägadischen Inseln, der Liparischen Inseln, der Pontinischen Inseln, der Tremiti-Inseln sowie der Toskanische Archipel, der aus sieben Hauptinseln besteht: Elba, Giglio, Giannutri, Montecristo, Capraia, Pianosa und Gorgona. Die Pelagischen Inseln und die Vulkaninsel Pantelleria werden geografisch bereits Afrika zugeordnet.


Höchster Gipfel des Landes ist mit 4.810 Metern der Mont Blanc, der sich an der Grenze zu Frankreich erhebt. Als längste Flüsse gelten Po, Etsch, Arno und Tiber. Die größten Seen sind der Gardasee, der Lago Maggiore, der Comer See, der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno. Die Küstenregionen grenzen an den Golf von Venedig und die Adria im Osten sowie das Ionische Meer im Süden. Als die größte italienische Insel gilt mit 25.426 km² Sizilien. Italien kann mehrere Vulkane vorweisen. Neben dem Vesuv, dem einzigen aktiven Vulkan auf dem europäischen Festland, liegen der Ätna und der Stromboli auf dem Staatsgebiet.


Die Tierwelt Italiens zeigt sich relativ artenreich. Allerdings wurden einige Bestände bereits sehr dezimiert. In den Alpenregionen leben Kaninchen, Hermeline und Murmeltiere. Auch Gebirgsrebhühner sind hier zu finden. Meist nur noch in Naturparks zu Hause sind Hirsche, Steinböcke und Gämse. Vereinzelt sind Adler in den Alpen zu sehen. Im höchsten Gebirgsteil des Apennin, in den Abruzzen, sind vereinzelt noch Braunbären zu finden. Sardinien bietet Dammhirschen und Wildschweinen eine Heimat. Fische, die in den Gewässern Italiens beheimatet sind, sind vor allem Forellen, Aale und Störe sowie Thunfische und Schwertfische. Auch weiße Haie kommen vereinzelt vor, meist in den südlichen Meeresregionen.

Geographische Lage von Italien

Koordinaten 8º O - 19º O, 36º N Fläche 301230 km²
Landfläche 294020 km² Wasserfläche 7210 km²
Höchster Punkt Mont Blanc 4.810 m Landesgrenze 1932 km
Größte Insel - Küste 7600 km
Größter See Gardasee, 369,98 km²

Italien zeigt sich in Form eines Stiefels. Vom Norden nach Süden weist das Land geografische, aber auch erhebliche klimatische Unterschiede auf. Die Grenzen verlaufen zu den Ländern Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Die Alpen können hierbei als eine natürliche Trennung angesehen werden. Höchster Berg ist der Mont Blanc mit 4.810 Metern. Die gesamte Fläche des Landes erstreckt sich über 301.230 Quadratkilometer.

Wichtige Städte in Italien

Rom

Rom, die Hauptstadt Italiens, am Tiber gelegen, ist zugleich auch die größte Stadt. Schon in der Antike war die Ewige Stadt Hauptstadt des Römischen Reiches. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt, der kleinste anerkannte Staat der Welt, eine Enklave. Seine Fläche beträgt 0,44 Quadratkilometer.

Bevölkerung in Italien

Einwohner 60 Durchschnittsalter 42
Einwohner pro km² 200 Analphabetenrate 2
Bevölkerungswachstum 1 % Religion 51 Mio. katholisch, 1,2 Mio. Orthodox, 547.000 Protestanten, 1,3 Mio. Moslems, 198.000 Buddhisten, 109.000 Hindus, 45.000 Juden
Lebenserwartung Frauen 83 Jahre Lebenserwartung Männer 77 Jahre

Italien hat eine Einwohnerzahl von rund 60 Millionen. Damit liegt das Land in der Weltrangliste auf Platz 23. Innerhalb der Europäischen Union steht Italien an vierter Stelle, hinter Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Größte Stadt Italiens ist Rom, gefolgt von Mailand, Neapel, Turin, Palermo, Genua, Bologna, Florenz, Bari und Catania.


Fast die gesamte Bevölkerung setzt sich aus gebürtigen Italienern zusammen. Neben diesen 97 Prozent sind die drei Prozent Ausländer zumeist Einwanderer, die aus Entwicklungsländern den Weg nach Italien fanden.


Landessprache ist Italienisch. Deutsch ist in der Provinz Bozen sowie in Teilen des Trentino als zweite Amtssprache gültig. Im Aostatal wird französisch gesprochen, im Gebiet Trieste-Gorizia slowenisch, in Sardinien sardisch.

Wirtschaft in Italien

BIP 2.300.000.000.000 USD
BIP pro Kopf 25.000 USD
Anteil Landwirtschaft 2 %
Anteil Industrie 32 %
Anteil Dienstleistungssektor 63 %

Italien gilt als die siebtgrößte Volkswirtschaft weltweit, wobei das Land im weltweiten Vergleich des BIP pro Kopf auf dem 21. Rang liegt. Innerhalb der EU landet Italien auf dem 13. Platz. Das Wirtschaftswachstum wird in Italien nunmehr seit rund einem Jahrzehnt als unterdurchschnittlich, verglichen mit anderen EU-Ländern, angesehen. Als wichtigster Handelspartner Italien gilt Deutschland, gefolgt von Frankreich. Der Tourismus nimmt in Italien eine große Rolle ein. Vor allem die Badeorte in Italien sowie Südtirol, Venedig und die Hauptstadt des Landes, Rom, stehen auf der Beliebtheitsliste ganz oben. Als wichtigste Handelshäfen gelten Genua und Triest, der größte Passagierhafen befindet sich in Neapel.

Geschichte von Italien

Die ersten Besiedelungsspuren gehen bis in die Altsteinzeit zurück. Italiker und Illyrier wanderten um 1200 v. Chr. in das Land ein. Rom wurde nach der Legende 650 v. Chr. von Romulus und Remus erbaut. Romulus wurde nach der Ermordung seines Zwillingsbruders erster König von Rom.

Die folgenden Jahrhunderte zeigten Rom als Zentrum des Römischen Imperiums. Ab dem 7. Jahrhundert bildeten neben den Langobarden und den Byzantinern die Päpste eine große Macht in Italien. Im Hoch- und Spätmittelalter wurde das Papsttum eine immer stärkere Kraft, aber auch der Einfluss der Langobardischen Stadtstaaten, zu denen unter anderem Venedig, Mailand, Genua, Pisa und Florenz gehörten, nahm stetig zu.

Das 15. Jahrhundert sah Italien als ein Zentrum von Humanismus und Renaissance. Nach dem Beginn der Neuzeit strebten nun auch ausländische Mächte nach der Vorherrschaft in Italien. Nachdem Frankreich gegen Habsburg unterlag, zählten Mailand, Sardinien und Neapel-Sizilien zu Spanien. Damit gewann Spanien die Vorherrschaft in Italien.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Machtverhältnisse in Italien wieder neu verteilt. Nunmehr kamen Sardinien, Neapel und Mailand unter die Vorherrschaft von Österreich, Korsika wurde an Frankreich verkauft. Im Zuge der Revolutionskriege übernahm Napoleon für eine begrenzte Zeit die Macht. Er wurde in Mailand zum italienischen König gekrönt. Allerdings währte dies nicht lang, denn nach dem Wiener Kongress, im Jahre 1815, wurde die österreichische Vorherrschaft in Norditalien und der Kirchenstaat wieder hergestellt. Diese währte mit Unterbrechungen bis ins Jahr 1860.Das Königreich Italiens wurde 1861 ausgerufen. Florenz wurde für kurze Zeit zur Hauptstadt, bis 1870 Rom wieder als Hauptstadt Italiens galt.

Die Zeit von 1922 bis 1943 kann als ein dunkles Kapitel in der Geschichte Italiens bezeichnet werden. In dieser Zeit war Mussolini Diktator Italiens. Er war Führer des faschistischen Regimes, bis er im Juli 1943 vom König gefangen gesetzt und in Folge die faschistische Partei aufgelöst wurde. 1945 wurde Mussolini von Partisanen erschossen. Durch ein Referendum wurde 1946 die Monarchie in Italien abgeschafft, 1948 trat eine neue Verfassung in Kraft.

Im Jahre 1949 erfolgte Italiens Beitritt zur NATO, durch die Römischen Verträge wurde Italien 1957 in die EWG eingebunden. Mit der Wirtschaft Italiens ging es in den 1950er Jahren rasch aufwärts. Die weltweite Finanzkrise, die durch die Immobilienkrise in den USA ausgelöst wurde, machte auch vor Italien nicht Halt. Auch heute noch, im Jahre 2010, sind die Folgen im Land spürbar.