Reiseführer Jamaika

Fotos Jamaika

  • Jamaikanische Felslagune
  • Weißer Steg ins Meer
  • Uriger Steg mit Blick aufs Meer (Jamaika)
  • Romantischer Traumstrand auf Jamaika

Jamaika ist ein Inselstaat in der Karibik. Die ehemalige englische Kolonie ist seit 1962 politisch unabhängig, gehört aber immer noch zum Commonwealth of Nations. Deshalb ist Königin Elisabeth II. das Staatsoberhaupt, welches in Jamaika vom dortigen Generalgouverneur vertreten wird. Als drittgrößte Insel der Großen Antillen hat Jamaika eine Längenausdehnung von 235 km, während sie in der Breite an der engsten Stelle nur 35 km misst. Die größte Breitenausdehnung beträgt 82 km.

Das Landschaftsbild ist von hohen Gebirgen mit dem höchsten Gipfel von 2.256 Metern bis hin zu hügeligen Flächen geprägt. Die geologische Beschaffenheit aus Kalkstein und die Lage am Nordrand der Karibischen Platte sorgen dafür, dass sich auf der Insel einige Gebirge mit Höhlen und unterirdischen Flussläufen bilden konnten. Das Landesinnere ist hochgelegen, was der Insel ihr charakteristisches Aussehen gibt.

Durch Klimaeinflüsse und die geologische Beschaffenheit befinden sich auf der Insel drei Ökozonen, unter deren Schutz sich Pflanzen und Tierarten entwickeln und erhalten konnten, die es weltweit nicht mehr zu finden gibt. Das Klima auf Jamaika ist tropisch, was zu geringen Temperaturunterschieden zwischen den Jahreszeiten führt.

Als beste Reisezeit gelten die Monate Dezember bis April, da während dieser Monate weder Regenzeit ist, noch eine erhöhte Hurrikan Neigung vorliegt.


Das Durchschnittsalter der Jamaikaner ist mit 23,7 Jahren vergleichsweise niedrig. Bei einem gleichzeitig zu verzeichnenden Rückgang des Bevölkerungswachstums und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich junge Menschen häufig von der Heimat verabschieden und auswandern, wird damit gerechnet, dass sich das Durchschnittsalter zukünftig erhöhen wird. Die ethnischen Wurzeln der Bevölkerung liegen mit über 90 % in Afrika, denn von dort kamen ab dem 17. Jahrhundert Afrikaner als Sklaven in das Land und auf die Insel. Sie vermischten sich mit der Urbevölkerung, deren Einfluss heute kaum nennenswert ist. Einen geringen Anteil der ethnischen Grundlage haben Europäer und Chinesen. Die Religion in Jamaika ist von der lange andauernden britischen Herrschaft über die Insel protestantisch geprägt. Neben einer kleinen Gruppe Katholiken gibt es auch andere Religionsrichtungen, die Minderheitenstatus haben. Daneben gibt es auch praktizierte, überlieferte Naturreligionen.


Es gab zwei Kolonialmächte, die in den vergangenen Jahrhunderten Einfluss auf die Geschichte Jamaikas nahmen. Spanische Kolonialherren brachten im 16.Jahrhundert erstmalig Menschen aus Afrika zwangsweise auf die Insel und führten damit die Sklaverei ein, die von der nachfolgenden englischen Kolonialmacht weitergeführt wurde. Heute ist Jamaika ein unabhängiger Staat, der zu den Commonwealth Ländern zählt.


Basis für eine steigende Stabilität der Wirtschaft ist derzeit der Tourismus. Der Handel mit landwirtschaftlichen oder industriellen Produkten nimmt einen wesentlich kleineren Anteil ein. Jeder fünfte Jamaikaner lebt unter der Armutsgrenze, was im Gegensatz zum Maßstab für Wohlstand steht, der nach internationalen Vergleichswerten als mittlerer Wert zu betrachten ist.

Geographische Lage von Jamaika

Koordinaten 18°9’N, 77°18‘W Fläche 10991 km²
Landfläche 10831 km² Wasserfläche 160 km²
Höchster Punkt Blue Mountain Peak, 2.256 m Landesgrenze -
Größte Insel - Küste 1022 km
Größter See Rio Minho 92,6 km, längster Fluss

Jamaika ist aufgrund seiner flächenmäßigen Ausdehnung die drittgrößte Insel der Großen Antillen in der Karibik. Kuba liegt 145 km nördlich, die Dominikanische Republik und Haiti sind mit der Insel Hispaniola 160 km in östlicher Richtung zu finden. Die Entfernung zu Mittelamerika beträgt 635 km, gemessen von der Westspitze ausgehend.

Die Insel Jamaika ist 235 km lang und variiert in der Breitenausdehnung von der schmalsten Stelle mit 35 km bis zur breitesten Stelle mit 82 km. Damit misst die Gesamtfläche knapp 11.000 km². Zum Staat Jamaika gehören auch die Inselgruppe Morant Cays, die sich 60 km vor der Westküste befindet und die Inselgruppe Pedro Cays vor der Südwestküste. Durch seine Lage am Nordrand der karibischen Platte zählt die Region als stark Erdbeben gefährdet.

Die geologische Beschaffenheit der Insel besteht zu einem großen Teil aus Kalksteinschichten, die im Zentrum der Insel bis zu 900 Meter hohe Hügel und Bergketten bilden. Dort findet man viele Höhlen, Dolinen und unterirdische Flussläufe. Im Norden der Insel sind steile Felsabhänge zu finden. Vor der Nordküste liegt der Kaimangraben, der eine Tiefe von 7680 Metern aufweist.

Der Süden der Insel fällt in weiten Teilen flach zum Meer ab, mit Ausnahme der Gebirge Westmoreland und Saint Elisabeth, die mit ihren Felsabhängen nahe der Küste liegen. Im Osten der Insel dominiert die Gebirgskette Blue Mountains, hier ist auch der höchste Berg mit 2.256 Metern zu finden. Die meisten Flüsse der Insel fließen aufgrund der Gebirge von Norden nach Süden.

Aufgrund des weichen Kalkgesteins haben sich einige Flüsse zumindest streckenweise einen unterirdischen Verlauf gesucht. Der Black River verläuft hauptsächlich oberirdisch und ist der bekannteste Fluss der Insel, der längste Fluss ist jedoch der Rio Minho, der sich allerdings je nach Trocken- oder Regenzeit nicht immer sichtbar zeigt. Der Moneague Lake ist einer der wenigen Seen der Insel, denn die Beschaffenheit des Bodens ist nicht für die Bildung von stehenden Gewässern geeignet.

Jamaika ist ein Inselstaat in der Karibik. Die ehemalige englische Kolonie ist seit 1962 politisch unabhängig, gehört aber immer noch zum Commonwealth of Nations. Deshalb ist Königin Elisabeth II. das Staatsoberhaupt, welches in Jamaika vom dortigen Generalgouverneur vertreten wird. Als drittgrößte Insel der Großen Antillen hat Jamaika eine Längenausdehnung von 235 km, während sie in der Breite an der engsten Stelle nur 35 km misst. Die größte Breitenausdehnung beträgt 82 km. Das Landschaftsbild ist von hohen Gebirgen mit dem höchsten Gipfel von 2.256 Metern bis hin zu hügeligen Flächen geprägt. Die geologische Beschaffenheit aus Kalkstein und die Lage am Nordrand der Karibischen Platte sorgen dafür, dass sich auf der Insel einige Gebirge mit Höhlen und unterirdischen Flussläufen bilden konnten. Das Landesinnere ist hochgelegen, was der Insel ihr charakteristisches Aussehen gibt. Durch Klimaeinflüsse und die geologische Beschaffenheit befinden sich auf der Insel drei Ökozonen, unter deren Schutz sich Pflanzen und Tierarten entwickeln und erhalten konnten, die es weltweit nicht mehr zu finden gibt. Das Klima auf Jamaika ist tropisch, was zu geringen Temperaturunterschieden zwischen den Jahreszeiten führt. Als beste Reisezeit gelten die Monate Dezember bis April, da während dieser Monate weder Regenzeit ist, noch eine erhöhte Hurrikan Neigung vorliegt.
Das Durchschnittsalter der Jamaikaner ist mit 23,7 Jahren vergleichsweise niedrig. Bei einem gleichzeitig zu verzeichnenden Rückgang des Bevölkerungswachstums und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich junge Menschen häufig von der Heimat verabschieden und auswandern, wird damit gerechnet, dass sich das Durchschnittsalter zukünftig erhöhen wird. Die ethnischen Wurzeln der Bevölkerung liegen mit über 90 % in Afrika, denn von dort kamen ab dem 17. Jahrhundert Afrikaner als Sklaven in das Land und auf die Insel. Sie vermischten sich mit der Urbevölkerung, deren Einfluss heute kaum nennenswert ist. Einen geringen Anteil der ethnischen Grundlage haben Europäer und Chinesen. Die Religion in Jamaika ist von der lange andauernden britischen Herrschaft über die Insel protestantisch geprägt. Neben einer kleinen Gruppe Katholiken gibt es auch andere Religionsrichtungen, die Minderheitenstatus haben. Daneben gibt es auch praktizierte, überlieferte Naturreligionen.
Es gab zwei Kolonialmächte, die in den vergangenen Jahrhunderten Einfluss auf die Geschichte Jamaikas nahmen. Spanische Kolonialherren brachten im 16.Jahrhundert erstmalig Menschen aus Afrika zwangsweise auf die Insel und führten damit die Sklaverei ein, die von der nachfolgenden englischen Kolonialmacht weitergeführt wurde. Heute ist Jamaika ein unabhängiger Staat, der zu den Commonwealth Ländern zählt.
Basis für eine steigende Stabilität der Wirtschaft ist derzeit der Tourismus. Der Handel mit landwirtschaftlichen oder industriellen Produkten nimmt einen wesentlich kleineren Anteil ein. Jeder fünfte Jamaikaner lebt unter der Armutsgrenze, was im Gegensatz zum Maßstab für Wohlstand steht, der nach internationalen Vergleichswerten als mitamaika ist aufgrund seiner flächenmäßigen Ausdehnung die drittgrößte Insel der Großen Antillen in der Karibik. Kuba liegt 145 km nördlich, die Dominikanische Republik und Haiti sind mit der Insel Hispaniola 160 km in östlicher Richtung zu finden. Die Entfernung zu Mittelamerika beträgt 635 km, gemessen von der Westspitze ausgehend. Die Insel Jamaika ist 235 km lang und variiert in der Breitenausdehnung von der schmalsten Stelle mit 35 km bis zur breitesten Stelle mit 82 km. Damit misst die Gesamtfläche knapp 11.000 km². Zum Staat Jamaika gehören auch die Inselgruppe Morant Cays, die sich 60 km vor der Westküste befindet und die Inselgruppe Pedro Cays vor der Südwestküste. Durch seine Lage am Nordrand der karibischen Platte zählt die Region als stark Erdbeben gefährdet. Die geologische Beschaffenheit der Insel besteht zu einem großen Teil aus Kalksteinschichten, die im Zentrum der Insel bis zu 900 Meter hohe Hügel und Bergketten bilden. Dort findet man viele Höhlen, Dolinen und unterirdische Flussläufe. Im Norden der Insel sind steile Felsabhänge zu finden. Vor der Nordküste liegt der Kaimangraben, der eine Tiefe von 7680 Metern aufweist. Der Süden der Insel fällt in weiten Teilen flach zum Meer ab, mit Ausnahme der Gebirge Westmoreland und Saint Elisabeth, die mit ihren Felsabhängen nahe der Küste liegen. Im Osten der Insel dominiert die Gebirgskette Blue Mountains, hier ist auch der höchste Berg mit 2.256 Metern zu finden. Die meisten Flüsse der Insel fließen aufgrund der Gebirge von Norden nach Süden. Aufgrund des weichen Kalkgesteins haben sich einige Flüsse zumindest streckenweise einen unterirdischen Verlauf gesucht. Der Black River verläuft hauptsächlich oberirdisch und ist der bekannteste Fluss der Insel, der längste Fluss ist jedoch der Rio Minho, der sich allerdings je nach Trocken- oder Regenzeit nicht immer sichtbar zeigt. Der Moneague Lake ist einer der wenigen Seen der Insel, denn die Beschaffenheit des Bodens ist nicht für die Bildung von stehenden Gewässern geeignet.
tlerer Wert zu betrachten ist.

Wichtige Städte in Jamaika

Kingston


Geografische Lage: 18°0’N, 76°48‘W
Fläche: 25 km²
Einwohner: 660.000
Bevölkerungsdichte: 26.400 Einwohner pro km²
Sprache: Englisch


Die Hauptstadt Kingston liegt im Südosten der Insel. Die Gründung ist auf eine Naturkatastrophe zurückzuführen, denn als 1693 die Überlebenden des Erdbebens bei Port Royal eine neue Bleibe suchen mussten, gründeten sie die heutige Hauptstadt. Schon bald entwickelte sich aus dem ehemaligen Zeltlager eine florierende Stadt, die zum Zentrum für Handel auf Jamaika wurde.

Die offizielle Ernennung zur Hauptstadt erfolgte 1872. In den folgenden Jahrzehnten hatte die Stadt mit diversen Zerstörungen zu kämpfen. Feuer und Erdbeben und die Cholera konnte Kingston allerdings langfristig nicht in seiner Bedeutung schwächen. Das heutige Kingston wird von 660.000 Menschen bewohnt. Seit den Sechzigerjahren bewirkte der Trend der Landbevölkerung zur Landflucht einen rasanten Anstieg der Bevölkerungszahl. Besonders der Norden der Stadt ist von Neubauten und Einkaufscentern gekennzeichnet. Kingston ist heute das Wirtschaftszentrum der Insel. Internationale Handelsbeziehungen können durch den Seehafen und den Flughafen abwickelt und gepflegt werden. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt mit 30 Prozent zu benennen.

Bevölkerung in Jamaika

Einwohner 2 Durchschnittsalter 24
Einwohner pro km² 251 Analphabetenrate 11
Bevölkerungswachstum 1 % Religion Christentum, überwiegend protestantisch
Lebenserwartung Frauen 75 Jahre Lebenserwartung Männer 72 Jahre

Etwa die Hälfte der jamaikanischen Bevölkerung lebt in den Städten. Das Durchschnittsalter von 23,7 Jahren liegt im Vergleich zu anderen Industriestaaten niedrig, wobei gleichzeitig eine stetige Reduzierung des Bevölkerungswachstums zu verzeichnen ist. Daher wird damit gerechnet, dass sich das Durchschnittsalter in den kommenden Jahren wieder erhöht, was auch damit zusammenhängt, dass viele junge Menschen ihre Heimat verlassen. Die ethnische Abstammung ist von afrikanischen Sklaven geprägt, deren Einfluss einen Anteil von ca. 90 Prozent ausmacht. Sie wurden im 16., 17. und 18. Jahrhundert aus ihrer afrikanischen Heimat verschleppt und nach Jamaika verbracht, wo sie sich mit der dortigen Urbevölkerung mischten.

Deren Einfluss ist heute kaum noch spürbar, genau wie die ethnische Auswirkung der Einwanderer aus anderen karibischen Regionen, aus Europa und aus China. Die Amtssprache Englisch wird von allen Jamaikanern gesprochen, daneben hat sich eine Mischung aus einer Kreolsprache und Englisch entwickelt, die sich als Umgangssprache bewährt hat. Als Religion ist in Jamaika hauptsächlich das evangelisch geprägte Christentum vorzufinden.

Das ist eine Auswirkung der britischen Herrschaft über die Insel, die eine Christianisierung mit sich brachte. Als römisch-katholisch bezeichnen sich lediglich 4 % der Bevölkerung, damit ist auch noch ein Rest spanischen Einflusses bemerkbar. Islam, Buddhismus und Judentum sind bei Minderheiten vertreten. Die ehemals vorhandenen Naturreligionen haben in einer Mischung mit den von damaligen afrikanischen Einwohnern mitgebrachten Ritualen und Religionen die Jahrhunderte überstanden.

Man findet sie in kleinen Gruppen organisiert, häufig in ländlichen Gebieten. Weit über die Grenzen hinaus ist eine Religionsgemeinschaft bekannt geworden, die sich Rastafari nennt. Es handelt sich um eine christlich geprägte Religion, die sich auf die Lebensweise auf besondere Art auswirkt. Entwickelt hat sich die Glaubensrichtung erst in den Dreißigerjahren des 20.Jahrhunderts. Nachkommen afrikanischer Sklaven betrachten den damaligen Kaiser Äthiopiens, Haile Selassie als ihren Messias.

Dessen äthiopischer Name Ras Tafari gab der neuen Religion ihren Namen. Die Hoffnung auf ein freies Afrika und ein Ende der Unterdrückung durch die Kolonialherrschaft gab der Entwicklung Nahrung. Heute ist in Europa der Begriff Rastafari hauptsächlich auf das äußere Merkmal der Glaubensanhänger, die Dreadlocks reduziert und die Wahrnehmung der Musik, die als typisch jamaikanisch gilt.

Wirtschaft in Jamaika

BIP 11.200 USD
BIP pro Kopf 4.172 USD
Anteil Landwirtschaft 5 %
Anteil Industrie 32 %
Anteil Dienstleistungssektor 63 %

Im Gegensatz zum HDI (Human Development Index), der nach internationalem Standard Jamaika einen mittleren Wohlstandswert bescheinigt, lebt jeder fünfte Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Das ist auch der Grund für die erhöhte Bereitschaft junger Menschen, auszuwandern und im Ausland Geld zu verdienen. Die Überweisungen von Jamaikanern aus dem Ausland gelten daher auf der Insel als wichtige Devisenquelle. Handel und Export wird zwar auch betrieben, aber sowohl Landwirtschaft als auch Industrie haben in Jamaika keinen wesentlichen Stellenwert.

Anders verhält es sich mit dem Dienstleistungssektor, der fast zwei Drittel der gesamten Wirtschaft ausmacht. Die Einnahmen aus der Tourismusbranche sind daher zur wichtigsten Einnahmequelle geworden. An Bodenschätzen kann Bauxit abgebaut und vermarktet werden. Tendenzen von steigender Wirtschaftskraft wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zunichte gemacht. Dennoch erholt sich die Jamaikanische Wirtschaft kontinuierlich.

Geschichte von Jamaika

Die Geschichte Jamaikas ist von verschiedenen Kolonialzeiten geprägt. Die erste davon begann 1509 und sollte nur 150 Jahre andauern. Dieser relativ kurze Zeitraum der Spanischen Herrschaft reichte aus, um die Insel bleibend zu prägen. Die Urbevölkerung wurde innerhalb von nur 10 Jahren ausgerottet, was auf nicht bekannte Krankheitserreger und einen rücksichtslosen Umgang durch die Besatzer zurückzuführen war. Die ersten afrikanischen Sklaven wurden auf die Insel gebracht und als im Jahr 1655 die Briten die Macht übernahmen, standen sie als Arbeitskräfte bereits zur Verfügung.

Ihre Ausbeutung und die Vermarktung reichhaltiger Ernten auf den Plantagen machten Jamaika bald zum wertvollsten Besitz der englischen Kolonialherren. Ein erster Konflikt mit Tragweite ist auf das Jahr 1703 datiert, als frei lebende Nachkommen von Sklaven, Maroons genannt im gleichnamigen Krieg gegen die Kolonialherren aufstanden. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Es folgten weitere Aufstände, die zusammen mit der international veränderten Haltung zur Sklaverei 1834 offiziell zu deren Ende führte. Es folgten weitere unruhige Jahrzehnte, die immer wieder von Aufständen gegen die Kolonialherrscher gekennzeichnet waren.


1962 erlangte Jamaika die Unabhängigkeit von Großbritannien. Das Staatsoberhaupt ist immer noch die englische Königin, da Jamaika als Mitglied der Commonwealth Staaten zählt.