Reiseführer Japan

Fotos Japan

  • Blick auf den Fujiyama
  • Buddhistischer Byodo-In Tempel in der Präfektur Kyoto
  • Japanische Teetradition
  • Japanischer Fischer bei der Arbeit
  • Japanische Frauen an einem Fluss beim Waschen
  • Der Kaiserpalast in Tokyo

Japan liegt als Inselstaat mit seinen fast 7.000 Inseln vor der asiatischen Ostküste. Es handelt sich um den viertgrößten Inselstaat der Welt. Der Hauptanteil der Bevölkerung konzentriert sich auf die vier Hauptinseln. Seit 1947 zeigt sich die Staatsform als parlamentarische Monarchie.


Geografisch ist der Inselstaat von einer quer durchlaufenden Gebirgskette charakterisiert. Diese nimmt den größten Teil der Landfläche ein, was zu einer dichten Besiedelung auf der verbleibenden ebenen Fläche führt.
Japans Wirtschaft ist von hoch entwickelter Technologie und Industrie gekennzeichnet. Besondere Schwerpunkte der fertigenden Industrie liegen in der Automobilproduktion und in der Entwicklung und Herstellung von elektrotechnischen Produkten.


Die Geschichte des Landes ist in weiten Teilen von China beeinflusst. In den vergangenen zwei Jahrhunderten machten sich auch westliche Einflüsse bemerkbar, die letztlich der Öffnung des Landes gegenüber der westlichen Welt zu verdanken sind.


Die Hauptstadt des Landes ist Tokio. Die pulsierende Millionenstadt ist im Vergleich mit der Geschichte des gesamten Landes relativ jung, sie wurde erst im 15. Jahrhundert gegründet.
Japan fällt durch ein Nebeneinander von Tradition und Moderne auf. Das traditionelle Leben findet nicht nur auf dem Land statt, auch in den Städten hat man sich beispielsweise überlieferte Zeremonien erhalten, wie beispielsweise die Teetradition zeigt.

Geographische Lage von Japan

Koordinaten 35°N, 136°O Fläche 377835 km²
Landfläche 374 km² Wasserfläche 3091 km²
Höchster Punkt Fujiyama, 3.776 m Landesgrenze -
Größte Insel - Küste 29751 km
Größter See -

Der Inselstaat Japan besteht aus einer Aneinanderreihung einzelner Inseln vor der Ostküste Asiens. Insgesamt zählt man fast 7.000 Inseln, von denen die Mehrzahl klein und unbedeutend ist. Die Hauptinseln sind Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu. Das Archipel ist von einer Gebirgskette durchzogen, die insgesamt zwei Drittel der Landfläche bedeckt.

Der Fujiyama liegt als höchster Gipfel auf der Hauptinsel Honshu, dort fließt auch der längste Fluss des Inselstaates, der Shinano. Aufgrund der überwiegend bergigen Landschaftsstruktur können nur ca. 20 % der Fläche für Landwirtschaft, Industrie und auch für Besiedelung genutzt werden. Die Landwirtschaft, insbesondere der Reisanbau, findet überwiegend in Terrassenfeldbau statt. Die Ballungsgebiete haben sich in den Ebenen gebildet.


Die geologische Lage an der Bruchzone vier tektonischer Platten führt zu einem erhöhten Vorkommen von Erdbeben. Dazu kommen 240 Vulkane, von denen 40 regelmäßig aktiv sind. Das bisher schwerste Beben fand im März 2011 statt. Es führte zusammen mit dem folgenden Tsunami zu einem schweren, als Katastrophe einzustufenden Störfall im Kernkraftwerk Fukushima.

Wichtige Städte in Japan

Tokio

Geografische Lage: 35°41’N, 139°46‘O
Fläche:  622 km²
Einwohner: 8.947.343 (Stand März 2011)
Bevölkerungsdichte: 14.385,3 Einwohner pro km²
Sprache: Japanisch


Die japanische Hauptstadt Tokio liegt in der Kanto-Region und damit im Osten der Hauptinsel Honshu. Sie ist die bevölkerungsstärkste Stadt Japans und stellt den Regierungssitz dar. Tokio ist außerdem das Zentrum für Handel und Industrie, Bildung und Kultur, sowie der japanischen Finanzwelt. Nicht zuletzt durch die beiden Flughäfen stellt die Stadt auch das Verkehrszentrum Japans dar.


Die Gründung der Stadt geht auf das Jahr 1446 und auf den Bau einer Burg zurück. Diese wurde im Lauf der kommenden Jahre zum politischen Zentrum und zum Schauplatz diverser Auseinandersetzungen um Macht und Vorherrschaft. 1868 wurde die Burg zum Kaiserpalast erhoben, gleichzeitig wurde der Burg und der damit verbundenen Siedlung der heutige Name Tokio verliehen.


Das Klima in Tokio ist vom subtropischen Ostseitenklima beeinflusst und zeigt heiße Sommer und trockene Winter. Mitte Juli bis Anfang August ist es überwiegend heiß bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit.

Bevölkerung in Japan

Einwohner 128.056.026 Durchschnittsalter 43
Einwohner pro km² 337 Analphabetenrate -
Bevölkerungswachstum - Religion Buddhismus
Lebenserwartung Frauen 85 Jahre Lebenserwartung Männer 78 Jahre

Die Bevölkerung Japans unterscheidet sich deutlich nach Generationen. Während die Älteren noch sehr in Traditionen verwurzelt sind, leben die Jüngeren nach westlichem Vorbild. Einen weiteren Unterschied macht der Bildungsstand aus und die Frage, ob der Wohnsitz auf dem Land oder in der Stadt ist. Auffällig ist die hohe durchschnittliche Lebenserwartung, die mit 82,12 Jahren die dritthöchste weltweit darstellt.

Die meisten Japaner haben in ethnischer Hinsicht einen gemeinsamen Hintergrund. Zu den Minderheiten gehören ca. 650.000 Koreaner, die in Japan leben. Daneben gibt es eine indigene Minderheit der Ainu, die auf der Insel Hokkaido lebt und nur noch einige zehntausend Menschen zählt. Eine weitere Minderheit stellen die Buraku dar. Es handelt sich um Japaner, deren Vorfahren nach buddhistischer Auffassung unreine Berufe ausübten und deshalb gesellschaftlich geächtet wurden.

Die Bewohner der Ryukyu-Inseln haben sich ihre kulturelle Eigenständigkeit und sogar ihre eigene Sprache bewahrt. Zu den Minderheiten gehören auch Südamerikaner japanischer Abstammung, die nach einigen Generationen im Ausland wieder nach Japan eingewandert sind. Nicht zuletzt sind die vielen Gastarbeiter aus der arabischen Welt, aus Indien und Südostasien zu nennen.

Wirtschaft in Japan

BIP 5.512.761.000.000 USD
BIP pro Kopf 43.429 USD
Anteil Landwirtschaft 2 %
Anteil Industrie 25 %
Anteil Dienstleistungssektor 73 %

Die japanische Wirtschaft zeigt Merkmale einer freien Marktwirtschaft bei gleichzeitigem Einfluss eines gelenkten Wirtschaftssystems. Es handelt sich um ein hoch entwickeltes, industriell geprägtes Land. Japan nimmt den vierten Platz auf der Liste der exportstärksten Länder weltweit ein. Die wesentlichen exportstarken Branchen sind die Automobilindustrie, Maschinenbau, Elektronik und chemische Erzeugnisse. Als Haupthandelspartner zählen China, USA und Korea. Deutschland steht auf dieser Liste an 8. Stelle.

Eine traditionell stark ausgeprägte Disziplin der Menschen als Arbeitnehmer spielt mit dem gezielten Bestreben des Staates gut zusammen, die Bevölkerung bestens auszubilden. Diese Tatsache und die Beherrschung von anspruchsvollen Technologien sowie eine geplante und gezielte Steigerung der Produktivität ließen Japan zur drittgrößten Wirtschaftsmacht heranreifen.

Geschichte von Japan

Isolation und der Einfluss von außen kennzeichnen die lange, wechselvolle Geschichte Japans. Für Historiker dient Japan als bestes Beispiel für die Entwicklung einer Urzivilisation zu einer modernen Gesellschaft. Dem Einfluss Chinas ist in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung beizumessen. Von dort kamen deutliche Impulse bezüglich Schrift und Sprache.

Der Konfuzianismus, der ebenfalls in China zu Hause ist, fand in die japanische Gesellschaft Eingang, nachdem chinesische Einflüsse nicht mehr zu übersehen waren. Selbst die politische Landschaft ist von China beeinflusst. Der Westen erlangte erst in den vergangenen zwei Jahrhunderten Einfluss auf die Entwicklung Japans. Durch die vielfältigen Anstöße von außen entwickelte sich das japanische Kaiserreich zur ersten asiatischen Industrienation mit einem deutlich wahrnehmbaren Bestreben der Expansion.

Der Zweite Weltkrieg und die anschließende Besetzung durch die Vereinigten Staaten taten ihr Übriges. Das heutige Bild Japans ist von der Tatsache geprägt, dass es sich um einen modernen Industriestaat mit gleichzeitig gelebten Traditionen handelt.


Die Geschichte Japans ist in Perioden unterteilt. Erste Anzeichen einer Besiedelung können bis ca. 30.000 v.Chr. nachgewiesen werden. Es waren Menschen aus Sibirien, von der Koreanischen Halbinsel und aus Südostasien, die zusammen den heutigen ethnischen Hintergrund bilden.
Das heutige Japan ist eine parlamentarische Monarchie.