Reiseführer Kuba

Fotos Kuba

  • Blick in eine gemütliche Gasse in Havanna
  • Eselgespann in Havanna
  • Blick auf das Capitol in Havanna
  • Kirche in Havanna
  • Kubanischer Traumstrand

Die Republik Kuba befindet sich in der Karibik und gehört zu den Großen Antillen. Der Inselstaat grenzt im Süden an das Karibische Meer, im Norden an den Atlantischen Ozean und den Golf von Mexiko. Insgesamt erstreckt sich die Republik Kuba auf einer Gesamtfläche von 110.860 Quadratkilometern. Der höchste Berg des Landes ist der Pico Turquino mit einer Höhe von 2.005 Metern. Er gehört zur Sierra Maestra, einem Gebirgszug im Osten Kubas. Havanna ist mit mehr als 2 Millionen Einwohnern die Hauptstadt des Landes.
Bekannt ist das Land nicht nur wegen der kubanischen Zigarren und des landestypischen Rums, sondern auch in jüngster Vergangenheit durch die Bucht von Guantánamo. Hier befindet sich ein Marinestützpunkt der US-Navy. Insgesamt gibt es auf der Insel 15 Provinzen und ein Sonderverwaltungsgebiet. Die Provinzen heißen Isla de la Juventud, Pinar del Río, Artemisa, Ciudad de la Habana, Mayabeque, Matanzas, Cienfuegos, Villa Clara, Sancti Spíritus, Ciego de Ávila, Camagüey, Las Tunas, Granma, Holguín, Santiago de Cuba und Guantánamo. Das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud ist die größte Insel Kubas und die siebtgrößte Insel der Karibik. Hier gibt es viele Strände mit schwarzem Sand, der auf Vulkanausbrüche zurückzuführen ist. Jede Provinz ist in Municipios aufgeteilt, insgesamt gibt es 168 davon.
An der Nordküste der Hauptinsel Kubas findet man vor allem felsige Steilküsten vor, die aufgrund von Erdmantelverschiebungen vor vielen Millionen Jahren entstanden sind. An der flachen Küste im Süden des Landes gibt es Sümpfe, Mangrovenwälder und Sandstrände. Insgesamt sind in der Republik Kuba 200 Flüsse vorzufinden. Der längste Fluss ist der Cauto mit einer Länge von 340 Kilometern. Viele Flüsse sind aufgrund der Züchtung von Monokulturen fast ausgetrocknet. Auch die Wasserverschmutzung im Land ist äußerst gravierend.
Legendäres Oberhaupt des Landes war Präsident Fidel Castro. Er war von 1959 bis 2008 Regierungschef und von 1976 bis 2008 Staatspräsident des Landes. 2008 wurde sein Bruder Raúl als offizieller Nachfolger als Staatspräsident gewählt.

Geographische Lage von Kuba

Koordinaten 21° 30´ N, 80° 00´ W Fläche 110860 km²
Landfläche 110837 km² Wasserfläche 23 km²
Höchster Punkt Pico Turquino 2.005 Meter Landesgrenze 29 km
Größte Insel - Küste 3735 km
Größter See längster Fluss: Cauto, 340 km,

In Bezug auf den Schutz der Umwelt ist Kuba eines der ersten Länder der Welt, welche die umweltverträgliche wirtschaftliche Entwicklung in ihrer Verfassung verankert haben. Aufgrund von Umweltschutzprogrammen und -projekten ist es der Republik Kuba mittlerweile gelungen, eine sehr gute ökologische Bilanz im Vergleich zum Lebensstandard der Bevölkerung zu erreichen.

Die Umweltschutzorganisation WWF bestätigte dem Land die Nachhaltigkeit bei der Entwicklung des Landes. Aufgrund der Knappheit an Ressourcen werden in Kuba sehr viele Energiesparmaßnahmen vorgenommen. Auch das hat zur positiven Bilanz beigetragen. 25 % des Landes sind Waldgebiet. Das Sumpfgebiet der Zapata- Halbinsel weist eine Größe von 3000 Quadratkilometern auf. Hier leben u. a. Krokodile, Zugvögel und Graukopf-Erdtauben.


Insgesamt gibt es 275 Naturschutzgebiete auf Kuba. Diese wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Man unterscheidet Elemento Natural Destacado (besondere Naturobjekte), Naturreservate, ökologische Reservate, Reserva Floristica Manejada (Blumenreservate), Paisaje Natural Protegido (Landschaftsschutzgebiete), Nationalparks, Area Protegida de Recursos Manejados (Schutzgebiete für das Management von Ressourcen) und Refugio de Fauna (Pflanzenschutzgebiete).

Der berühmteste Nationalpark des Landes ist der Parque Nacional Alejandro de Humboldt. Dieser wurde nach Alexander von Humboldt benannt, der 1800 bis 1801 auf Kuba lebte. 71.140 Hektar misst der Nationalpark, der aus Mangroven, Regenwäldern, Riffen und anderen wichtigen Ökosystemen besteht. Aufgrund der vielseitigen Nischen hat sich auch eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen angesiedelt.

Seit 2001 zählt der Nationalpark zum UNESCO Weltkultur- und Naturerbe der Menschheit. Neben dem Parque Nacional Alejandro de Humboldt existieren noch 13 weitere Nationalparks, 4 Biosphärenreservate und insgesamt 73 Naturreservate.

Wichtige Städte in Kuba

Havanna


Geografische Lage:    23°7’N, 82°23‘W
Fläche:               721 km²
Einwohner:           2.141.993 (Stand2010)
Bevölkerungsdichte:   2.971 Einwohner/km

Havanna ist die Hauptstadt von Kuba. 1515 wurde sie vom Konquistador Diego Velázquez de Cuéllar, einem spanischen Eroberer, gegründet. Aufgrund der wertvoll beladenen spanischen Schiffe wurden viele Piraten angelocktangelockt. In diesem Zusammenhang wurde Havanna 1538 niedergebrannt und 1553 und 1555 geplündert. 1607 ernannte man Havanna zur Hauptstadt der spanischen Kolonie Kuba.

1959 wurde Kuba eine sozialistische Republik. Die Stadt selbst besteht aus 15 Stadtbezirken. Die Altstadt Havannas zählt seit 1982 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Palacio de los Capitanes Generales, ein ehemaliger Gouverneurspalast, das Castillo de la Real Fuerza, die La Cabaña, die Plaza Vieka und die Calle Obispo sind interessante Sehenswürdigkeiten.

Den 142 Meter hohen Obelisken kann man auf dem Plaza de la Revolución betrachten. Havanna ist auch eines der wichtigsten Industriestätten des Landes. Tabakwaren, Textilien, Rum und andere Spirituosen, sowie Metall und Maschinen werden hier hergestellt. Die berühmten Havanna Zigarren gibt es nur in Havanna zu kaufen. Als Industriestandort besitzt die Stadt Havanna auch ein sehr gut ausgebautes Verkehrssystem.

Ein internationaler Flughafen, ein Schiffshafen, gut ausgebaute Straßen, ein hervorragendes Nahverkehrssystem, Taxis und Oldtimer prägen das Straßenbild.

Bevölkerung in Kuba

Einwohner 11.451.652 Durchschnittsalter 36
Einwohner pro km² 103 Analphabetenrate 3
Bevölkerungswachstum - Religion -
Lebenserwartung Frauen 80 Jahre Lebenserwartung Männer 75 Jahre

Über 11 Millionen Menschen leben auf Kuba, das sind 103 Einwohner pro Quadratkilometer. Der Lebensstandard der Kubaner ist nicht sehr hoch. Es kommt häufig vor, dass sich die Menschen nur mit dem Einkommen aus mehreren Beschäftigungsverhältnissen ernähren können. Der Bildungsstandard der Kubaner ist dagegen sehr hoch.

Er ist wohl auf das beste Bildungssystem Lateinamerikas zurückzuführen. Schulpflicht gilt für jedes Kind ab 9 Jahren. Das Schulsystem wird unterteilt in Grundschule, Mittelschule und Oberschule. Die Analphabetenrate beträgt daher nur 3 %. Studieren ist für jeden Kubaner kostenlos. Wer sich für ein Studium entscheidet, muss dafür nach seinem Abschluss drei Jahre lang im sozialen Dienst arbeiten.


Die ethnische Herkunft ist in verschiedene Gruppen aufgeteilt. 65 % der Bevölkerung sind Weiße, 10 % Schwarze und 25 % Mulatten und Mestizen. Offiziell ist das sozialistische Land atheistisch geprägt. Etwa 35 % der Kubaner gehören der Santería bzw. dem katholischen Glauben an. Der Rest teilt sich auf in kubanisch-protestantische und jüdische Gemeinden sowie in Zeugen Jehovas. Die Amtssprache des Landes ist Spanisch.

Wirtschaft in Kuba

BIP 29.447.000.000 USD
BIP pro Kopf 2.586 USD
Anteil Landwirtschaft 6 %
Anteil Industrie 26 %
Anteil Dienstleistungssektor 68 %

Kuba galt sehr lange Zeit als eines der reichsten Länder Lateinamerikas. Erst ab der Revolution im Jahre 1959 änderte sich die Situation. 1991 folgte aufgrund des Zerfalls der Sowjetunion, an die das Land politisch stark gebunden war, eine Wirtschaftskrise. Bis heute hat das Land diese Krise noch nicht überwunden.

Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 29.447.000.000 $, das ist ein Pro-Kopf-Anteil von 2.586 $. Neben der Planwirtschaft wurde ein weiterer Wirtschaftsbereich entwickelt, welches dem marktwirtschaftlichen Charakter ähnelt. Seit 2010 sind weitere marktwirtschaftliche Maßnahmen im Land geplant. Neben vielen Änderungen im betrieblichen Bereich wird es auch gravierende Veränderungen an den Universitäten geben. Als Währungseinheit gilt der Peso Cubano (CUP oder MN für Moneda Nacional) und der Peso Convertible (CUC).


Kuba ist reich an Bodenschätzen. Vor allem Nickel, Silber, Gold, Mangan, Eisen, Kupfer, Kobalt, Chrom, Erdöl und Erdgas sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Die wichtigsten Exportprodukte Kubas sind Zucker und Tabak. 2010 wurde mehr als eine Million Tonnen Zucker produziert und ans Ausland verkauft. Aufgrund der klimatischen Veränderungen und der häufigen Anzahl von Hurrikans, ist die Nahrungsmittelproduktion des Landes als niedrig zu bezeichnen. Aus diesem Grund muss das Land jährlich 84 % des Bedarfs an Lebensmitteln importieren.

Viele landwirtschaftliche Flächen sind ungenutzt, aus diesem Grund können die Einwohner günstige Pachtverträge abschließen, die über 10 Jahre gelten. Seit 1920 ist Kuba ein beliebtes Reiseziel. Anfangs kamen US-Amerikaner, später folgten Besucher aus der Sowjetunion und anderen Ostblockländern. Seit 1990 kommen Menschen aus aller Welt,um in Kuba ihren Urlaub zu verbringen. Havanna, Varadero, Cayo Coco, Valle de Viñales und die Playa Guardalavaca sind sehr beliebte Reiseziele. Der Tourismus ist mittlerweile eines der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.

2010 zählte man über 2,5 Millionen Besucher auf Kuba. Nachdem Kuba auch sehr viele gut ausgebildete Ärzte hat, hat sich zwischenzeitlich auch der Gesundheitstourismus etabliert. Menschen aus den umliegenden Ländern reisen extra nur für Operationen an den Augen und den Zähnen sowie für Spezialbehandlungen nach Kuba.

Biotechnologie, die Pharmaindustrie und andere medizinische Produkte haben sich ebenfalls zu einem wichtigen Wirtschaftszweig Kubas entwickelt. Auch die Herstellung von Solarmodulen ist ein existenzieller Wirtschaftszweig.

Geschichte von Kuba

Im 16. Jahrhundert eroberten die Spanier Kuba und die Ureinwohner des Landes. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Zuckerrohrplantagen angelegt und die ersten Sklaven kamen ins Land. 1898 befreiten sich die Kubaner von der spanischen Herrschaft und 1902 erlangte das Land seine endgültige Unabhängigkeit. Die Revolutionäre Fidel und Raùl Castro, Camilo Cienfuegos und Ernesto Guevara stürzten 1959 den Diktator des Landes, Fulgencio Batista. Seit 1961 ist Kuba eine sozialistische Republik. Seit den Neunzigerjahren herrscht auf Kuba eine andauernde Wirtschaftskrise. Aus diesem Grund beschloss die Regierung 1992, den Tourismus anzukurbeln. Noch immer gehört Kuba zu den Entwicklungsländern und doch gelingt es dem Staat, sich von Jahr zu Jahr wirtschaftlich zu erholen.