Reiseführer Österreich

Fotos Österreich

  • Weitläufiges Alpenpanorama
  • Romantische Bergkirche in Österreich
  • Die Burgruine Aggstein
  • Ein österreichisches Nationalgericht: Kaiserschmarrn
  • Blick auf die österreichische Bergwelt
  • Die Salzburger Hofburg

Die Republik Österreich ist ein Staat in Mitteleuropa, der mit ca. 84.000 km² und ca. 8 Millionen Einwohnern zu den kleineren europäischen Ländern zählt. Die Landesgrenzen verlaufen zu Deutschland, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Italien, Slowenien, Schweiz und Liechtenstein. Aufgrund des hohen Anteils an der Landfläche, den die Alpen und ihre Ausläufer einnehmen, wird Österreich auch als Alpenrepublik bezeichnet. Die Bevölkerungsdichte ist mit durchschnittlich 97 Einwohnern pro km² vergleichsweise gering, während in Wien 4.131 Einwohner pro km² leben.

Die fünf größten und bedeutendsten Städte des Landes sind mit der Hauptstadt Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Die Landeshauptstadt Wien zählt mit 1,7 Millionen Einwohnern zu den größten in Europa. Ihr kommt auch eine wichtige internationale Rolle zu und wird deshalb auch als Weltstadt bezeichnet, die nach einer Studie als Stadt mit der besten Lebensqualität überzeugt. Wien ist touristisch sehr interessant und wird daher jährlich von einer Vielzahl von Touristen besucht. Sie wandeln mit Vorliebe auf den Spuren der legendären Kaiserin Elisabeth, die als Ehefrau von Kaiser Franz Joseph in die Geschichte einging und in Wien überall präsent ist.

Auch auf Schloss Schönbrunn wird man daran erinnert, dass das Sommerschloss als Gegenstück zur strengen Wiener Hofburg erbaut und daher von Sisi besonders geliebt wurde. Die Gewächshäuser auf dem Gelände von Schloss Schönbrunn sind unter der Bezeichnung Palmengarten ein weiteres Highlight für Besucher.
In wirtschaftlicher Hinsicht zählt Österreich zu den derzeit stabilen Ländern in Europa. Die Arbeitslosenzahlen liegen unter dem europäischen Durchschnitt und die Tourismusbranche beschert dem Land eine stabile Einkommensgrundlage. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist die Finanzbranche, mit ihren speziellen, in Europa angesehenen Richtlinien für Banken.

Geographische Lage von Österreich

Koordinaten 48°N, 14°O Fläche 83859 km²
Landfläche 82859 km² Wasserfläche 1120 km²
Höchster Punkt Großglockner, 3.797 m Landesgrenze 2562 km
Größte Insel - Küste -
Größter See -

Die Bundesrepublik Österreich erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von ca. 84.000 km² in Mitteleuropa zwischen Rhein und Bodensee in westlicher und der pannonischen Tiefebene in östlicher Abgrenzung. Im Norden grenzt die Böhmische Masse und Thaya das Landesgebiet ein, während die geografischen Grenzen im Süden durch die Karawanken und das steirische Hügelland nachgezeichnet werden. Die national bedeutsamen Landesgrenzen liegen im Norden zu Deutschland und Tschechien, im Osten zu Ungarn und zur Slowakei, im Süden zu Italien und Slowenien und im Westen zur Schweiz und zu Liechtenstein. Die maximale Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 294 km und von West nach Ost 575 km.


Die Alpen durchziehen das Land und nehmen dabei einen Anteil von mehr als 60 % der Landfläche ein. Insbesondere sind die Ostalpen zu nennen, die mit ihren Anteilen Tiroler Zentralalpen, Hohe und Niedere Tauern, Nördliche und Südliche Kalkalpen und dem Wienerwald die Landschaft charakterisieren und Österreich den Beinamen Alpenrepublik verschafft haben. An der Donau entlang liegen insbesondere im Osten des Landes weitläufige Ebenen, die auf der Landkarte unter den Bezeichnungen Alpenvorland, Wiener Becken, Marchfeld und Steiermark zu finden sind. Östlich des Alpen-Karpaten Bogens findet sich das Burgenland, welches bis 1921 noch zu Ungarn gehörte und dessen Landschaft optisch daran erinnert.

Wichtige Städte in Österreich

Wien


Geografische Lage: 48°12’N, 16°22‘O
Fläche: 414,87 km²
Einwohner: 1.713.957 (Stand 2011)
Bevölkerungsdichte: 4.131 Einwohner pro km²
Sprache: Deutsch


Die Bundeshauptstadt Wien stellt zugleich eines der neun Bundesländer der Republik Österreich dar. Wien ist eine Metropole, die mit ihren 1,7 Millionen Einwohnern auch die bevölkerungsreichste Stadt Österreichs ist. Sie steht gleichzeitig auf der Liste der größten Städte der Europäischen Union auf Platz 10. Die Vereinten Nationen haben einen ihrer Sitze in Wien, ebenso die OPEC, die OSZE und die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO. Somit hat Wien als Weltstadt internationale Bedeutung.
Schon in früheren Zeiten war Wien eine wichtige Stadt, denn sie war kaiserliche Reichshauptstadt und Sitz der Residenz der Habsburger. Wien zählte zu Zeiten des Heiligen Römischen Reichs als Hauptstadt. Bereits im Jahr 1910 war Wien die viertgrößte Stadt der Welt.
Das heutige Wien ist aus touristischer Sicht sehr interessant. Besonders die Altstadt ist architektonisch ein einziges Memorandum an die Kaiserzeit. Sie zählt, genauso wie Schloss Schönbrunn zum Weltkulturerbe der UNESCO. Überall in der Stadt sind Spuren der legendären Kaiserin Elisabeth zu finden, die als Sisi in die Geschichte einging. Ihr Grabmal wird nicht nur von Touristen, sondern auch von vielen Einheimischen immer wieder besucht.
Die Stadt Wien wird im Vergleich mit weiteren 220 Metropolen in der Mercer-Studie aus dem Jahr 2010 weltweit mit der höchsten Lebensqualität bewertet.

Bevölkerung in Österreich

Einwohner 8.192.900 Durchschnittsalter 41
Einwohner pro km² 97 Analphabetenrate 1
Bevölkerungswachstum - Religion Römisch-katholisch: 75% Protestantisch: 5% Muslimisch: 4%
Lebenserwartung Frauen 82 Jahre Lebenserwartung Männer 76 Jahre

s heutige Österreich war schon in der Vergangenheit als Zuwanderland aus den damaligen Krongebieten bekannt und beliebt. Fünfzig Jahre vor dem Ersten Weltkrieg war Österreich Ziel von Neuankömmlingen aus Böhmen und Mähren. Schon 1910 hatte Wien mehr als zwei Millionen Einwohner zu verzeichnen. In den Jahren bis 1918 war Wien das Refugium von Flüchtlingen aus Galizien. Nach 1918 wanderte eine hohe Anzahl von tschechischen Bürgern wieder in ihre Heimat ab.

Eine ähnliche Entwicklung betraf auch andere Nationalitäten, sodass sich die Einwohnerzahl wieder verringerte. Einer demagogischen Prognose zufolge wird Österreich die kommenden zwei Jahrzehnte eine konstante Einwohnerzahl vorweisen können, die sich anschließend auf geschätzte 9,5 Millionen bei einem gleichzeitigen Anstieg des Durchschnittsalters erhöhen wird. Die Amtssprache ist Deutsch, wobei sich Österreich-Deutsch mittlerweile etabliert hat. Kroaten im Burgenland, Slowenen und Ungarn erhalten Schulunterricht in ihrer jeweiligen Muttersprache. Romanes, die Sprache der Volksgruppe der Roma, ist als Minderheitensprache in Österreich staatlich anerkannt. Das gilt auch für Tschechisch und Slowakisch. Die römisch-katholische Kirche zählt ca. 75 % der Bevölkerung zu ihren Gläubigen. Knapp 5 % sind Protestanten, etwas mehr als 2 % sind orthodoxe Christen. Dem muslimischen Glauben gehören ca. 4 % der Bevölkerung an.

Wirtschaft in Österreich

BIP 303.414.000.000 USD
BIP pro Kopf 37.033 USD
Anteil Landwirtschaft 2 %
Anteil Industrie 31 %
Anteil Dienstleistungssektor 67 %

Österreich weist in der Europäischen Union die höchste Dichte an biologisch produzierenden landwirtschaftlichen Betrieben auf. Die Landwirtschaft orientiert sich allgemein an hochwertigen Produkten, um sich auf dem europäischen Markt konkurrenzfähig halten zu können. Das wichtigste Exportprodukt aus dem Agrarbereich ist Wein. Die Forstwirtschaft nimmt aufgrund des hohen Waldvorkommens ebenfalls eine große Rolle durch den Export von Holz ein. Der Tourismus ist in ganz Österreich weit verbreitet. Zu jeder Jahreszeit kommen Besucher ins Land, entweder um die schöne Natur zu genießen, Wintersport oder Sommeraktivitäten zu betreiben, oder auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth in Wien oder Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg zu wandeln. Zum Dienstleistungssektor zählt aber auch das Bankenwesen und die österreichische Finanzwelt, in dessen Zusammenhang das spezielle österreichische Bankengesetz mit Bankgeheimnis zu nennen ist. Der dritte Wirtschaftsfaktor – Industrie – stützt sich auf moderne Betriebe, die mit hoher Leistungsfähigkeit einen guten Ruf auf dem europäischen Markt erreichen konnten.
Die Arbeitslosenquote lag Ende 2010 bei 6,7 % und ist damit niedriger, als im europäischen Durchschnitt.

Geschichte von Österreich

Das Gebiet des heutigen Österreichs war bereits während der Altsteinzeit besiedelt. Geschichtlich bedeutsam ist die Zugehörigkeit zum Römischen Reich, dessen Einfluss aber spätestens ab dem 6. Jahrhundert schwand. Ab diesem Zeitpunkt besiedelten die Bajuwaren die Region. Die Habsburger übernahmen die Regentschaft und führten Österreich in eine Zukunft als Großmacht. 1452 wurde Österreich zum Kaiserreich unter Kaiser Friedrich III.

Zu diesem Zeitpunkt ist das Kaiserreich ein Vielvölkerstaat. Eine geschickte Politik, in der auch internationale Eheschließungen eine Rolle spielten, verschaffte Österreich einen spürbaren Einfluss auf Frankreich, Spanien und dessen Kolonien. Im Zuge der Französischen Revolution spielte Österreich ebenfalls eine Rolle und hielt 1814/15 den Wiener Kongress ab, der die Neuordnung es europäischen Kontinents zur Folge hatte. 1848 ging als Revolutionsjahr in die österreichische Geschichte ein. Die Völker der Monarchie wollten mehr Unabhängigkeit und Demokratie. Der ehemals populäre Staatskanzler Metternich wurde abgesetzt.

Die Monarchie überstand dank des Eingreifens russischer Militärkräfte die Revolution und konnte fortgeführt werden. Kaiser Franz Joseph übernahm noch im gleichen Jahr den Thron und ging rigoros mit den Aufständischen um, die zum großen Teil aus Ungarn kamen. Später vereinigte man Ungarn und Österreich zur Doppelmonarchie, was wiederum zu Spannungen mit den tschechischen, slowakischen und kroatischen Nationalisten führte. Wieder spielte Russland eine polarisierende Rolle. Schließlich machte sich Österreich auf dem Balkan Feinde, als das Kaiserreich 1908 Bosnien einer Annexion unterzieht. Die Ermordung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo gilt als der Auslöser des Ersten Weltkriegs, dessen Ende auch das Ende des Österreich-Ungarischen Reiches mit sich brachte. Im Jahr 1918 wurde Österreich zur Republik, 1934 zum Bundesstaat und nach 1945 erneut zur Republik.


Heute ist Österreich eine parlamentarische Bundesrepublik, die ihre vollständige Souveränität mit der Unterzeichnung der Neutralitätserklärung im Jahr 1955 erhielt.