Reiseführer Schottland

Fotos Schottland

  • Blick auf das Edingburgh Castle
  • Blick über den Edinburgh Princes Garden
  • Das Eilean Donan Castle - schottische Romantik
  • Die Highlands - Eine atemberaubende Natur
  • Blick auf das wolkenverhangene Loch Ness
  • National Art Gallery in Edinburgh

Das ehemalige Königreich Schottland nimmt mit seiner Land- und Wasserfläche das gesamte obere Drittel der Insel Großbritannien ein. Es handelt sich damit um ein Land im Nordwesten Europas und stellt zusammen mit Wales, England und Irland das Königreich Großbritannien dar. Zu schottischem Gebiet zählen auch einige Inseln, darunter die Orkney Inseln, Shetland Inseln und die Hebriden. Schottland teilt sich in drei Regionen auf: Central Lowlands, Southern Uplands und Highlands.


Edinburgh ist als zweitgrößte Stadt des Landes auch Hauptstadt. Die touristisch sehr interessante und gut besuchte Stadt weist eine hohe Bevölkerungsdichte auf. Ihre enge Bebauung mit historischen, mehrstöckigen Wohnhäusern stellt zusammen mit der Burg das typische Stadtbild dar.


Die Bevölkerung Schottlands konzentriert sich auf die Städte, von denen Glasgow die größte ist. Edinburgh ist als Hauptstadt lediglich die zweitgrößte Stadt Schottlands. In den Highlands leben am wenigsten Menschen, die meisten Einwohner werden in den Central Lowlands gezählt. Mit der Church of Scotland hat das Land eine Staatsreligion, der sich fast die Hälfte aller Schotten zugehörig fühlt.


Wirtschaftlich konzentriert sich Schottland auf Landwirtschaft, Industrie und auf die Förderung von Erdöl, Erdgas und diverse Mineralien. Zur Landwirtschaft gehört auch die Schafzucht und der Anbau von Getreide, das wiederum für die Produktion von Whiskey benötigt wird, der Weltruf genießt.


Das Klima in Schottland ist zwar von Wechselhaftigkeit, aber dennoch von geringen Gegensätzen geprägt, was sich durch milde Winter und kühle Sommer zeigt. Der im Westen vorbeiziehende Golfstrom sorgt in den dortigen Regionen für gemäßigtes Wetter, während der Norden des Landes von kühleren Sommertagen gekennzeichnet ist.

Als beste Reisezeit gelten die Sommermonate, da zu dieser Zeit mit vergleichsweise stabilen und angenehmen Temperaturen zu rechnen ist, wobei sich in Schottland das Wetter gewöhnlich sehr schnell ändert.

Geographische Lage von Schottland

Koordinaten 55° - 61° N, 1° 50‘ Fläche 78772 km²
Landfläche 77276 km² Wasserfläche 1496 km²
Höchster Punkt Ben Navis 1.344 m Landesgrenze 96 km
Größte Insel - Küste 3540 km
Größter See Tay 193 km, längster Fluss

Schottland erstreckt sich über den gesamten nördlichen Teil Großbritanniens und nimmt mit seinen 78.772 km² einen Anteil von 34 % der gesamten Fläche der Insel ein. Von Nord nach Süd wird die längste Strecke mit 440 km gemessen, während die weiteste Strecke von West nach Ost 248 km beträgt.

Die engste Stelle befindet sich zwischen dem Firth of Clyde und dem Firth of Forth und misst lediglich 48 km. Der größte See ist das Loch Lommond, gemessen an seinen 71,1 km² Wasserfläche, während das Loch Ness den See mit der größten Wassermenge darstellt, nämlich 7447 Mio. m³.

Der längste Fluss Schottlands ist der Tay mit 193 km Länge. Der Anteil von Gewässer gemessen an der Landfläche beträgt 1,9 %. Der höchste Berg ist der Ben Navis, der mit 1.344 m gleichzeitig die höchste Erhebung der gesamten Insel Großbritannien darstellt. Schottland grenzt mit einer Länge von 96 km an England an, die Linie zieht sich vom westlichen Solway Firth zum östlichen Fluss Tweed hin.

Drei geografisch bedeutsame Regionen für Schottland sind die Highlands, die Central Lowlands und die Southern Uplands. Nördlich vorgelagert sind die Shetland Inseln und die Orkney Inseln, während sich westlich vorgelagert die Hebriden befinden. Insgesamt gehören 790 Inseln zum Hoheitsgebiet Schottlands, davon sind 96 bewohnt.

Wichtige Städte in Schottland

Edinburgh


Geografische Lage: 55° 57′ N, 3° 13′ W55.95-3.22
Fläche: 262,28 km²
Einwohner: 477.600 (Stand 2009)
Bevölkerungsdichte: 1.767 Einwohner pro km²


Edinburgh ist die zweitgrößte Stadt Schottlands und liegt an der Ostküste und zwar am Meeresarm Firth of Forth. Gemessen an der Fläche ist mit fast 1.800 Einwohnern pro km² eine hohe Bevölkerungsdichte zu verzeichnen. Die Hauptstadt zählt zu den touristisch schönsten und interessantesten Städten Europas und wird deshalb jährlich von zahlreichen Touristen besucht.

Nicht nur für Touristen, sondern auch für Einheimische ist das jährlich stattfindende Edinburgh Festival attraktiv, sowie das Edinburgh Military Tattoo (Parade von Dudelsackgruppen). Die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt in Bezug auf Produktion und Handel war in der Vergangenheit stärker ausgeprägt, als heute. Aktuell sind Tourismus und damit verbunden der Dienstleistungszweig stärkste Bereiche der Wirtschaft.

Die Universitätsstadt ist hinsichtlich Bildung und Kultur von hoher Bedeutung für Schottland. Genauso ist Edinburgh als wichtiger Verkehrsknotenpunkt zu betrachten, was auch durch den internationalen Flughafen betont wird.

Bevölkerung in Schottland

Einwohner 5.094.800 Durchschnittsalter 40
Einwohner pro km² 64 Analphabetenrate 4
Bevölkerungswachstum 1 % Religion Church of Scotland, Römisch-Katholisch
Lebenserwartung Frauen 71 Jahre Lebenserwartung Männer 68 Jahre

Die höchste Einwohnerdichte ist in den Central Lowlands vorzufinden. Während sich hier 66,6 Prozent aller Schotten zusammenfinden, leben in den Highlands lediglich 8 Einwohner/km². In der größten Stadt Schottlands, Glasgow sind ca. 620.000 Menschen beheimatet.

Die Hauptstadt Edinburgh ist mit 455.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt, gefolgt von Aberdeen mit 211.000 Einwohnern. Vorfahren der heutigen Schotten waren Kelten, Skandinavier und Römer. Die Schotten selbst unterteilen sich in Highlander und Lowlander, ausgehend von der Region ihres Wohnsitzes.


Die Church of Scotland stellt die Staatsreligion dar, welcher 42 % der Bevölkerung angehören. Die römisch-katholische Kirche ist mit 16 % vertreten, während sich bei einer Volksbefragung 28 % der Schotten als bekenntnislos bezeichneten. Die restlichen 14 % der Bevölkerung verteilen sich auf die Anglikanische Episkopalkirche Schottland, Baptisten, Methodisten und sonstige christlich ausgerichtete Religionsgemeinschaften.


Englisch ist eine der Amtssprachen in Schottland, die andere ist Scots. Letztere wird von ca. 30 % der Schotten gesprochen, während Standardenglisch im ganzen Land üblich ist. Schottisch-Gälisch wird von einer Minderheit als Muttersprache gesprochen. Vom englischen Parlament ist neben Englisch auch Scots als Amtssprache anerkannt.

Wirtschaft in Schottland

BIP 194.000.000.000 USD
BIP pro Kopf 39.680 USD
Anteil Landwirtschaft -
Anteil Industrie -
Anteil Dienstleistungssektor -

Schottland ist sowohl ländlich, als auch industriell geprägt, was auch durch die landschaftlich bedingten Gegensätze in den drei Regionen begründet ist. Die größten Wachstumsraten sind im Bereich Tourismus und Dienstleistungen festzustellen. Landwirtschaft und Industrie zählen ebenfalls zu wichtigen Pfeilern der nationalen Wirtschaft.

75 % der Landfläche unterliegen landwirtschaftlicher Nutzung. Da die Herstellung von Whiskey einen wesentlichen Anteil des wirtschaftlichen Erfolgs ausmacht, wird viel Anbaufläche für Gerste als Grundstoff für Whiskey benötigt. In den Highlands, auf den Inseln und in den Southern Uplands ist Schafzucht und Mastviehhaltung weit verbreitet.

Mit seiner Holzproduktion trägt Schottland den größten Anteil an der gesamten Holzwirtschaft Großbritanniens bei. Dieses Verhältnis gilt auch für die Hochseefischerei und Fischfang. Einen wesentlichen Anteil an der Wirtschaft Schottlands haben die Bodenschätze, dazu zählen Erdöl, Erdgas und Mineralien.


Ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für jedes Land ist die Währung. Als eines der wenigen Länder Europas hat Großbritannien und damit auch Schottland keinen Euro. Die Landeswährung ist das Pfund Sterling. Die schottischen Banken dürfen ihre eigenen Geldscheine herausgeben, die sich zwar nicht im Wert von denen unterscheiden, die in ganz Großbritannien gültig sind, wohl aber in Bezug auf den Geltungsbereich. Außerhalb Schottlands sind die meisten Scheine als Zahlungsmittel ungültig, können aber umgetauscht werden.

Geschichte von Schottland

Das Jahr 1692 gilt bis heute als wichtiges historisches Datum, obwohl sich bereits in den Jahrhunderten davor einige umwälzende Ereignisse abspielten. Aber 1692 fand die Schlacht von Glencoe statt, in welcher England die Angehörigen des MacDonald Clans töten ließ. Daran lässt sich die Rivalität zwischen England und Schottland erkennen, die über mehrere Jahrhunderte die Geschichte Schottlands beeinflusste.

Eine weitere, berühmt gewordene Schlacht ist die bei Culloden, die im Jahr 1746 den letzten schottischen Aufstand mit einer Niederlage beendete. Der damalige Anführer der schottischen Truppen, Bonnie Prince Charly, wird noch heute in vielen Liedern und Gedichten verehrt.

Die Vereinigung mit England brachte in Schottland etliche Veränderungen mit sich. So wurde die Schafzucht in den Highlands verstärkt betrieben, während sich in den nördlichen Regionen Industrialisierung durchsetzte. Das Land sieht sich dennoch als eigenständige Region innerhalb des Königreiches, was sich durch ein eigenes Parlament zeigt, das für interne Angelegenheiten zuständig ist.