Reiseführer Spanien

Fotos Spanien

  • Der Hafen in Barcelona
  • Barcelona bei Nacht - ein unvergessliches Erlebnis!
  • Barcelona - pulsierende Metropole an der Costa Brava
  • Bilbao, Stadt des Nordens.
  • Bilbao - die Wasserstadt
  • Bilbao - Flussufer

Das spanische Königreich liegt im Südwesten Europas und breitet sich auf einer Fläche von 504.645 Quadratkilometer aus. Hauptstadt des Landes ist Madrid. Spanien liegt, ebenso wie Portugal und Gibraltar auf der Iberischen Halbinsel, zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher Länge. Die Grenzen Spaniens verlaufen im Nordosten, entlang der Pyrenäen zu Frankreich und Andorra.

Das Staatsgebiet von Spanien umfasst die Inselgruppen der im Mittelmeer gelegenen Balearen, der im Atlantik gelegenen Kanaren sowie die Städte Ceuta und Melilla, die an der nordafrikanischen Küste liegen. In Frankreich gehört Spanien die Exklave Llívia. Der katalanische Ort auf Höhe der französischen Pyrenäen ist administrativ der katalanischen Comarca Cerdanya zugeordnet. Darüber hinaus gehören folgende Inseln zu Spanien, die vor der marokkanischen Küste liegen: Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Isla de Alborán, Isla del Perejil und die Islas Columbretes.

Die größte Nord-Südausdehnung beträgt 856 Kilometer, von Osten nach Westen sind es 1020 Kilometer. Auf der Kanareninsel El Hierro liegen der westlichste und der südlichste Punkt von Gesamtspanien, der östlichste Punkt liegt auf der Baleareninsel Menorca. Räumlich wird die Halbinsel durch sechs Gebirgssysteme im Wesentlichen bestimmt: die Pyrenäen, das Kantabrische Gebirge, das Kastilische Scheidegebirge, die Sierra Morena, die Betische Kordillere und das Iberische Randgebirge. Der höchste Berg, der auf spanischem Staatsgebiet liegt, erhebt sich auf der Kanareninsel Teneriffa. Hier befindet sich der höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide mit 3.718 Metern.

Durch die große Fläche des spanischen Staatsgebietes herrscht auch ein unterschiedliches Klima vor. Grob unterteilt wird es in das atlantische Klima, das ozeanisch-kontinentale Klima, das kontinentale Mittelmeerklima, das Mittelmeerklima, das subtropische Klima und das Gebirgsklima.

Die Flora in Spanien lässt sich hauptsächlich in drei Bereiche aufteilen. Im feuchten Spanien wachsen Eichen und Buchen, im trockenen Spanien sind Palmen, Pinien, Steineichen und Korkeichen vorzufinden. Die Vegetation im Gebirge unterscheidet sich je nach Höhe. Hier wachsen immergrüne Eichen, Edelkastanien und Wiesen.

Die Tierwelt Spaniens ist sehr artenreich und kann mit einigen endemischen Arten aufwarten. Selbst Wölfe sind in Spanien noch zu Hause. Sie leben vor allem in Nordwest- und Zentralspanien, einzelne in der Sierra Morena. Die Sierra Morena gilt auch als eines der wichtigsten Verbreitungsgebiete für den Pardelluchs, auch Iberischer Luchs genannt. Diese Raubkatzen existieren nur auf der Iberischen Halbinsel. Auch Braunbären leben in Spanien. Sie sind in den Pyrenäen und im Kantabrischen Gebirge beheimatet. Hier sind auch die Bartgeier zuhause. Weitere Tiere, die in Spanien leben, sind der Iberiensteinbock, die Pyrenäengemse, die Kleinfleck-Ginsterkatze und der Ichneumon, eine Raubtierart aus der Familie der Mangusten. Hasen sind in Spanien zahlreich beheimatet. Nicht nur eine, sondern gleich drei Arten sind hier zu Hause: der Feldhase, der Iberische Hase und der Castroviejo-Hase. Die beiden letztgenannten Arten sind endemisch. In den Gebirgslagen leben Hirsche, Rehe, Wildschweine, Eichhörnchen, Kaninchen, Marder, Füchse und Dachse. Auch Mufflons und Murmeltiere sind hier beheimatet. In den größeren Wäldern leben Wildkatzen, in Flussgebieten Fischotter. Weitere Tierarten, die in Spanien ein Zuhause gefunden haben, sind der Spanische Kaiseradler, der Steinadler, der Mönchsgeier, der Gänsegeier und der Schmutzgeier. Auch Flamingos sind hier ansässig. Bei den Reptilien bietet Spanien einige Arten auf. Heimisch sind hier Schlangen, Schleichen, Eidechsen, Geckos sowie Land- und Meeresschildkröten. Besonderheiten sind die El-Hierro-Rieseneidechse und die Kanareneidechsen.

Der Tourismus spielt in Spanien eine wichtige Rolle. Nach Frankreich gilt Spanien als das zweitbeliebteste Urlaubsland in der Welt. Als das wichtigste touristische Ziel wird Katalonien genannt, gefolgt von den Balearen, Andalusien und Valencia. Zu den beliebten Urlaubszielen zählen auch die Kanarischen Inseln, die Costa Brava, die Costa Dorada, die Costa del Sol, die Costa de la Luz, die Costa Blanca, Sierra Nevada und Costa Verde.

Geographische Lage von Spanien

Koordinaten 40° N, 4°W Fläche 505782 km²
Landfläche 499542 km² Wasserfläche 5240 km²
Höchster Punkt Pico del Teide, 3.718 m Landesgrenze 1918 km
Größte Insel - Küste 4964 km
Größter See Lago de Sanabria, 368 ha

Spanien erstreckt sich über eine Fläche von 504.645 km². Ohne die Balearen, die Kanaren, Ceuta und Melilla liegt das Land zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher Länge. Damit nimmt Spanien auf der Iberischen Halbinsel fast sechs Siebtel ein. Im Nordosten grenzt das Land an Frankreich und Andorra. Zu Spanien gehören ferner die Balearen, die Kanaren sowie die Städte Ceuta und Melilla, die an der Küste Nordafrikas liegen. Darüber hinaus besitzt Spanien in Frankreich die Exklave Llívia. Zudem gehören einige Inseln zu Spanien, die vor der marokkanischen Küste liegen. Die größte Ausdehnung des Landes von Norden nach Süden beträgt 856 Kilometer, von Osten nach Westen sind es 1.020 Kilometer. Der höchste Berg Spaniens erhebt sich mit dem Pico del Teide auf Teneriffa, der kanarischen Insel im Atlantik.

Wichtige Städte in Spanien

Madrid

Madrid, die Hauptstadt Spaniens und der Autonomen Gemeinschaft Madrid hat eine Fläche von 605.770 km². Ohne Vororte ist Madrid mit rund 3,3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt in der Europäischen Union. Platz 1 und 2 belegen London und Berlin. Madrid kann mit Fug und Recht als der geografische, politische und kulturelle Mittelpunkt Spaniens bezeichnet werden. Auch der Sitz der spanischen Regierung befindet sich hier. Ebenfalls ist Spaniens Hauptsitz Residenz des Königs.

Madrid ist aber nicht nur eine der größten Städte der EU, sondern ist mit 667 m u. NN die höchstgelegene Hauptstadt in der EU. Nordwestlich der Stadt sind die Berge der Sierra de Guadarrama zu sehen, die zwischen der Sierra de Gredos und der Sierra de Ayllón liegen. Insgesamt sind die Sierra de Guadarrama etwa 80 Kilometer lang. Der höchste Berg, der Peñalara, hat eine Höhe von 2.430 Meter.

Madrid ist gegliedert in 21 Stadtbezirke, Distritos, die wiederum in verschiedene Stadtteile, barrios unterteilt sind. Die Stadtbezirke sind Cebtro, Arganzuela, Retiro, Salamanca, Chamartín, Tetuán, Chamberí, Fuencarral-El Pardo, Moncloa-Aravaca, Latina, Carabanchel, Usera, Puente de Vallecas, Moratalaz, Ciudad Lineal, Hortaleza, Villaverde, Villa de Vallecas, Vicálvaro, San Blas und Barajas.

Durch die Höhenlage der spanischen Hauptstadt und das vorherrschende kontinentale Klima sind die Sommer in Madrid heiß und trocken, so dass viele Madrilenen die Ferien außerhalb der Stadt verbringen. Die durchschnittlichen Temperaturen im Juli liegen etwa bei 24,2° C, um Januar bei etwa 4,9° C.

Bevölkerung in Spanien

Einwohner 47 Durchschnittsalter 39
Einwohner pro km² 93 Analphabetenrate 2
Bevölkerungswachstum 2010 % Religion 92 % Römisch Katholisch, 0,5 % Muslime, 0,3 % Protestanten, 0,25 % Zeugen Jehovas, Juden, Angehörige anderer Konfessionen und offiziell Konfessionslose stellen zusammen 7,2 % der Bevölkerung
Lebenserwartung Frauen 83 Jahre Lebenserwartung Männer 76 Jahre

In Spanien leben 46.951.532 Einwohner. Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 93 Einwohnern pro Quadratkilometer. Lange Zeit hatte Spanien eine geringe Anzahl von Zuwanderern. Das hat sich allerdings in den letzten Jahren geändert. Nunmehr liegt der Anteil der in Spanien lebenden Ausländer bei etwa 5,7 Millionen Menschen. Das entspricht ungefähr 12 Prozent an der gesamten Bevölkerung. Spanische Bürger wandern aber auch in andere Länder ab. Derzeit liegt die Zahl der im Ausland lebenden spanischen Staatsbürger bei rund 1,57 Millionen. Vor allem in Amerika sind die Auswanderer beheimatet, gefolgt von Ländern in Europa. Die größeren Auswanderungswellen, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Spanischen Bürgerkrieg immer wieder aufflammten, hatten oftmals Süd- und Mittelamerika als Ziel. Hier insbesondere Argentinien, Mexiko, Venezuela, Uruguay und Kuba. Später ging die Emigrationswelle nach Europa, nach Deutschland, Frankreich, Belgien, das Vereinigte Königreich und die Schweiz.

Spanien hat zwei Millionenstädte, Madrid und Barcelona. Nach momentanem Stand gibt es derzeit etwa 300 Millionenstädte, also Städte, in denen mehr als 1.000.000 Einwohner leben. Die größten Städte in Spanien, nach Einwohnerzahl, sind derzeit Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla, Saragossa, Málaga, Murcia, Palma, Las Palmas de Gran Canaria und Bilbao.

Hauptsächlich ist in Spanien Kastilisch vertreten, neben Katalanisch, Galicisch und Baskisch. Im ganzen Staatsgebiet gilt Kastilisch als Amtssprache. Die anderen aufgeführten Sprachen sind in den entsprechenden autonomen Gemeinschaften Amtssprache. Daneben existieren einige Sprachen, die aber nicht den Status einer Amtssprache haben. Da Spanien eine Tourismusregion ist wird als Fremdsprache meist Englisch und Französisch gesprochen, zunehmend ist auch Deutsch vertreten. Das gilt vor allem in den touristischen Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und den Kanaren.

Wirtschaft in Spanien

BIP 1.000.000.000.000 USD
BIP pro Kopf 24.384 USD
Anteil Landwirtschaft 3 %
Anteil Industrie 28 %
Anteil Dienstleistungssektor 67 %

Die Struktur der spanischen Wirtschaft gliedert sich wie folgt: 68 Prozent Dienstleistungen, 20 Prozent verarbeitende Industrie, 9 Prozent Bauwirtschaft und 3 Prozent Landwirtschaft. Als wichtigste Zweige in der Wirtschaft Spaniens gelten der Tourismus, das Bauwesen, die Kommunikations- und Informationstechnik, die Metall verarbeitende Industrie, der Maschinenbau, die Landwirtschaft und die Petrochemie.

Der Aufschwung Spaniens wurde durch den Plan de Estabilizatión gelegt. Erfolgreiche Unternehmen sind beispielsweise Iberia, Seat und die Telefónica. Die Auswirkungen der Finanzkrise haben sich in Spanien sehr bemerkbar gemacht. Das zeigt sich vor allem im Immobilienbereich. Auf den Kanarischen Inseln beispielsweise sind die Immobilienpreise seitdem gesunken. Das gilt auch für die Immobilienpreise auf Mallorca.

Geschichte von Spanien

Die spanische Geschichte ist eine äußerst wechselvolle. Von der prähistorischen Besiedelung über die Westgoten und Maurenzeit, die Reconquista, der Vereinigung der Königreiche von Kastilien und Aragón, die Zeit der Franco-Diktatur bis hin zur Gegenwart.

Ureinwohner waren Kelten, Vasconen und Iberer. Nach Letzteren wurde die Halbinsel auch benannt. Nach dem Ende der Reconquista wurden religiöse Minderheiten verfolgt. Die spanische Inquisition wurde 1478 ins Leben gerufen. Im 15. Jahrhundert vereinigten sich die beiden Königreiche von Kastilien und Aragón. 1492 entdeckte Kolumbus Amerika. Damit rückte Spanien auf Platz eins, eine christliche Weltmacht. Viele spanische Kolonien wurden Anfang des 19. Jahrhunderts unabhängig. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts ist Spanien ein Land mit wenig Industrie und durch mondäne Eigentumsverhältnisse geprägt. 1923 wird eine Militärdiktatur installiert, die sich aber nicht lange hält. 1931 wird Spanien zur Republik. In der Folge kam es zu Putschversuchen und Aufständen. Unter Führung von General Franco putschten Teile des Militärs im Juli 1936 gegen die Regierung. In einigen Teilen des Landes ist der Putsch erfolgreich, in anderen scheiterte er. Es folgte der Spanische Bürgerkrieg, der 1939 mit dem Sieg des national-konservativen Spaniens über das republikanische Spanien endete. Die franquistische Diktatur begann. 1975 starb Franco, König Juan Carlos wird neues Staatsoberhaupt in Spanien. 1978 wird die spanische Verfassung verabschiedet, Spanien wird eine konstitutionelle Monarchie. 1982 übernimmt die sozialdemokratische Republik die Regierung. Spanien wird Mitglied der NATO und der EU. Seit 2004 ist eine Minderheitenregierung, unter José Luis Rodriguez Zapatero an der Macht.